Dienstag, 27. Juli 2010
Pura Vida!?
Heute war also der erste Tag der Einführungsveranstaltungen in der Uni in San José. Mit circa 60 anderen Austauschstudenten saßen wir in einem Hörsaal und haben versucht zu verstehen was uns die Person vorne versucht verständlich zu machen, zum Glück lief meist noch unterstützend eine Powerpoint Präsentation mit und somit gelang es mir einiges zu verstehen. Zunächst wurde ein wenig über Costa Rica im Allgemeinen erzählt, dann über die Uni im Besonderen. Daraufhin gab es noch einen etwas aktiveren Teil. Die Studenten wurden ihrer Nationalität nach in Gruppen eingeteilt, die deutsche Gruppe war mit etwa 20 Leuten übrigens die größte. Wir mussten Plakate erstellen mit Bildern, die typische Sachen unsere Landes symbolieren (Bratwurst, Brandenburger Tor, Pünktlichkeit, Karneval, Mercedes...) und wir sollten unsere Erwartungen an Costa Rica(Strand, Meer, Regen, Hitze, offene Menschen, Bohnen mit Reis..) malen. Bevor es dann zum Mittag ging gab es eine Führung über den Campus. Das Unigelände ist einfach riesig und super schön. Es gibt viele Grünflächen und die Gebäude sind recht modern ausgestattet. Es gibt auf dem Gelände eine eigene Polizei, eine Ambulanz etc., das Unigelände ist also eine kleine eigene Stadt in San José,die mir im Übrigen besser gefällt als der Rest der Stadt. Wir konnten sogar ein Faultier in den Bäumen entdecken- wirklich niedlich. Nach der Pause ging es dann zum anstrengen Teil- Visaangelegenheiten. Momentan halte ich mich mit einem Touristenvisum hier auf, um allerdings in Costa Rica als Student immatrikuliert zu sein muss man ein anderes Visum haben, dessen Erwerb einfach mal mega kompliziert ist. Ich hatte ja in Deutschland schon ziemlich viel Streß damit (Geburtsurkunde vom Standesamt beglaubigen lassen, Geburtsurkunde geht zum Landesbezirk für die Überbeglaubigung, Geburtsurkunde wird mir wieder zu geschickt, ich schicke Geburtsurkunde nach Berlin zur Legitimierung, Geburtsurkunde wird mir wieder zu geschickt.. nur um den Weg eines Dokumentes mal zu beschreiben). Hier in Costa Rica hört der Streß allerdings nicht auf sondern scheint sich nur noch zu verschlimmern. IN den nächsten Tagen muss ich zu Banken, zur Polizei, zum Außenministerium, zum Übersetzer, zur deutschen Botschaft, zur Uni..das alles wegen eines Visums! Ich vermisse leider vollkommen das Pura Vida, es ist einfach nur bürokratisch. Auch die Menschen heute in der Uni waren kein Stück gelassener als die in Deutschland- sie waren sogar fast ein bisschen unfreundlich. Die ganzen Visumssachen sind ja schließlich so schon kompliziert genug, wenn sie dann nur auf Spanisch auf dich einreden und du am Ende doch nicht alles verstanden hast udn noch mal nachfragst, waren sie schon etwas genervt. Mein eigentlicher Plan am Donnerstag endlich aus San José abzureisen um mir in Liberia eine Gastfamilie zu suchen wurd eheute also durchkreuzt. Wegen der Visumssachen werde ich nun auf jeden Fall noch eine Woche hier in der Stadt bleiben müssen und das nervt mich gerade ziemlich. Ich hoffe, der zweite und erst einmal letzte Tag hier in San José an der Uni wird besser...
Sonntag, 25. Juli 2010
San José und Jacó
Gestern sind wir mal wieder durch San José getingelt. Dieses Mal hatte es uns nach La Sabana verschlagen, ein Stadtteil mit einem großen Park. Um dort hin zu kommen, nahmen wir den Bus. Natürlich ist San José nicht gerade eine Kleinstadt, dementsprechende viele Busse gibt es hier und nicht immer sind die Bushaltestellen auch als diese erkennbar. Allerdings haben wir es geschafft dort anzukommen, wo wir auch hin wollten. In Sabana sind wir dann in den Park, eine kleine grüne Oase in der Stadt, vergleichbar mit einem deutschen Bürgerpark. Hier genießen Familien am Wochenende die Ruhe, picknicken, spielen Fußball, angeln... Wir haben es uns für einen Moment auf einer Parkbank gemütlich gemacht um die Stimmung zu genießen. Schon werden wir wieder als die Touris erkannt und von einem Mann angesprochen, der uns für umgerechnet etwa 80 Cent etwas verkaufen möchte an dem seine "arme Familie den ganzen Tag arbeitet". Natürlich wissen wir, dass er uns das nur erzählt, damit wir auch ja etwas kaufen, aber da wir eh neugierig sind was er uns entgegenstreckt, kaufen wir es und er ist auch zufrieden. Was wir da vor uns haben ist eine ziemlich klebrige Masse, die nach Kokusnuss schmeckt. Mit unseren noch recht überschaubaren Spanischkenntnissen finden wir heraus, dass es Kokusnussraspeln mit Milch und Honig sind. Mega süß, aber lecker. Nach dieser kurzen Rast drehen wir die Runde weiter durch den Park. Es ist gerade ziemlich heiß und trotzdem joggen hier die Leute- unbegreiflich für mich ;) Nachdem wir das x-te Fußballfeld in dem Park finden (Fußball ist hier DER Sport überhaupt), sind wir ziemlich überrascht, dass der Park hier auch schon wieder vorbei ist,aber langsam sollten wir uns dran gewöhnt haben: In Costa Rica ist halt alles ein wenig kleiner... Nun ist es auch schon Mittag und wir kehren in ein Restaurant ein, das uns der Llonely Planet empfiehlt. Hier esse ich kein typisches Ticoessen, denn das werde ich in Zukunft wohl noch oft genug haben. Ich entscheide mich lieber für einen Burger mit Pommes und zu meiner Überraschung gilt die eben aufgestellte Regel wohl doch nicht- zumindest sind die Burger in Costa Rica nicht klein ;) Nach dieser Stärkung und bei Betrachtung des dunklen Himmels entscheiden wir uns, dass wir uns doch besser wieder auf den Weg ins Hostel machen sollten. Wir lassen den Tag also ruhig ausklingen um früh aufstehen zu können. Heute sind wir nämlich zum Strand nach Jacó gefahren. Da die Fahrt mit dem Bus in den Ort 3 Stunden dauert sind wir schon früh aufgebrochen. Mit dem Bus fahren wir zur Busstation von der der Bus nach Jacó fahren soll. Wie erwähnt.. es gibt hier viele viele Busse. Dementsprechen irren wir herum, fragen uns durch und finden dann in letzter Minute doch noch den richtigen Bus. Die Fahrt nach Jacó ist toll. Endlich einmal aus San José heraus, die Stadt ist einfach nicht sonderlich schön. Hier auf der Fahrt sehen wir endlich das saftige Grün für das Costa Rica bekannt ist. Langsam verstehe ich weshalb die Menschen dieses Land lieben, die Landschaft ist einfach so wundervoll. Doch je näher wir Jacó kommen umso hässlicher wird die Umgebung wieder. So kommen wir also nach drei Stunden Fahrt in dem Ort an und bei den Temperaturen suchen wir nur noch die Abkühlung im Wasser- allerdings ist der Blick auf den Strand ernüchternd. Statt weißem Sandstrand erwartet uns hier ein einziges Surferparadies- der Strand weniger schön,die Wellen umso höher. Obwohl mir die Kraft des Meeres sofort bewusst wird, gehe ich ins Wasser, nur einen Schritt, nicht einmal bis zu dem Knien. Diese Abkühlung brauche ich gerade, allerdings ist das Wasser viel zu warm als dass es erfrischend wirken würde. Schon kommt eine solch kräftige Welle, die mich einfach umhaut und mitzieht. Ich komme zwar recht schnell wieder auf die Beine und außer einer kleinen Schürfwunde am Ellbogen passiert mir nichts, aber das Erlebnis zeigt mir, dass dieser Strand wirklich nur für Surfer geeignet ist. So verbringen wir die nächsten Stunden doch nur an Land um uns dann wieder auch die drei stündige Heimfahrt zu begeben. Der Ausflug heute hat sich also nicht wirklich gelohnt außer halt wegen der Fahrt an sich... Ich hoffe einfach einmal, dass Liberia`s Umgebung schönere Strände für mich bereithält.
Freitag, 23. Juli 2010
Gut angekommen!

Nach 14 Stunden Flug bin ich gut in Costa Rica angekommen. Nachdem es in Hamburg schon etwas anstrengend anfing, weil ich meinen kompletten Handgepäckkoffer beim Security Check am Flughafen auspacken musste und mein Laptop einer Sprengstoffkontrolle unterzogen wurde, konnte es losgehen. Gerade hatten mich noch meine Mama und meine Mitbewohnerin verabschiedet, schon saß ich alleine im Flugzeug ohne wirklich zu realisieren, dass es jetzt für ein Jahr ins Ausland geht. Neben dem Entertainmentprogramm der Airline saßen auch noch zwei nette Typen neben mir im Flugzeug-somit gingen die 8Stunden Flug nach New York recht schnell vorbei. In New York nach einer recht anstrengenden Immigration mit noch anstrengenderen Fragen (Was haben Sie im Koffer? Warum wollen Sie nach Costa Rica zum Studium? etc.) konnte ich noch ein paar Stunden mit den Jungs am Flughafen chillen bis es für die weiter ging zu einem Freund in den USA und für mich nach Costa Rica. Dieser zweite Flug war recht unruhig allerdings war ich eh viel zu müde und habe deswegen davon nicht all zu viel mitbekommen. In San José wurde ich von dem vorher gebuchten Flughafentransfer ins Hostel gebracht, das sehr schön und auch sauber ist. Nach über 24 Stunden auf den Beinen bin ich dann einfach nur noch ins Bett gefallen. Am nächsten Tag kamen dann schon Steffi udn Mandy an mit denen ich zusammen in Liberia studieren werde. Wir sind ein wenig durch die Stadt gelaufen und haben uns treiben lassen. Es schien hier alles recht europäisch und ich war schon ein wenig enttäuscht, heute haben wir allerdings schon eine Seite der Stadt kennengelernt die mir besser gefiel. Wir haben uns die kleinen Stadtparks angeguckt, ein Viertel mit vielen kleinen süßen Häusern und wir waren im Zoo um schon einmal einen Eindruck zu bekommen was uns hier alles noch so erwartet. Alles in allem, muss ich sagen gefällt mir die Stadt doch immer besser allerdings verstehe ich die Leute hier kaum und man wird schon ziemlich viel auf Grund unseres europäischen Aussehens angeschaut und angesprochen. Ziemlich gewöhnungsbedürftig ist wohl auch das Frühstück hier.. die letzten zwei Morgende haben ich "pinto con carne" und "pinto con salchicha" gegessen, also reis und bohnen mit fleisch bzw. mit Wurst. So startet man mal richtig in den Tag ;)
Am Wochenende wollen wir mal in ein anderes Viertel der Stadt und noch ein wenig die Umgebung erkunden. Am Montag müssen wir dann ja hier in San José zur Einführung an der Uni.
Wenn ihr übrigens oben aufs Bild klickt, öffnet sich ein Fotoalbum mit den Eindrücken der ersten Tage.
Dienstag, 20. Juli 2010
Goodbye, Deutschland
...heißt es nun also und damit auch Hallo, Costa Rica. Morgen früh um 9Uhr geht mein Flieger aus Hamburg. Meine Koffer sind gepackt, die wichtigen Dokumente für die Reise sortiert und obwohl ich ja nun seit 1 1/2 Jahren weiß, dass der Tag kommen wird an dem ich Deutschland für ein Jahr verlasse,kam er doch plötzlicher als erwartet ;)
Ein Zimmer im einem Hostel in San José habe ich bereits "reserviert". Ich hoffe, dass das soweit klappt. Einen Transport zum Flughafen habe ich sicherheitshalber gleich dazu gebucht. Bin recht überrascht, dass das Taxi fahren dort wohl den deutschen Preisen entspricht. Am 22. Juli kommen dann schon meine beiden Kommilitonen Steffi und Mandy an, die mit mir zusammen in Costa Rica studieren werden. Die ersten Tage werden wir uns noch in der Hauptstadt aufhalten müssen. Dort erwartet uns eine Einführungsveranstaltung an der Uni. Ich bin mal gespannt wie weit ich mit meinem dorch recht spärlichen Spanisch komme. Außerdem müssen wir uns in San José noch um ein Visum bemühen um dann schließlich mit dem Bus nach Liberia fahren zu könnnen- in jene kleine Stadt, die dann für die nächsten Monate mein zu Hause ist. Wo ich dort unterkomme, steht noch in den Sternen, aber ich hoffe, dass ich vor Ort schnell eine nette Gastfamilie finde, die mich aufnimmt.
Ich bin gespannt, was so passieren wird, aber ich werde es euch berichten ;)
Ein Zimmer im einem Hostel in San José habe ich bereits "reserviert". Ich hoffe, dass das soweit klappt. Einen Transport zum Flughafen habe ich sicherheitshalber gleich dazu gebucht. Bin recht überrascht, dass das Taxi fahren dort wohl den deutschen Preisen entspricht. Am 22. Juli kommen dann schon meine beiden Kommilitonen Steffi und Mandy an, die mit mir zusammen in Costa Rica studieren werden. Die ersten Tage werden wir uns noch in der Hauptstadt aufhalten müssen. Dort erwartet uns eine Einführungsveranstaltung an der Uni. Ich bin mal gespannt wie weit ich mit meinem dorch recht spärlichen Spanisch komme. Außerdem müssen wir uns in San José noch um ein Visum bemühen um dann schließlich mit dem Bus nach Liberia fahren zu könnnen- in jene kleine Stadt, die dann für die nächsten Monate mein zu Hause ist. Wo ich dort unterkomme, steht noch in den Sternen, aber ich hoffe, dass ich vor Ort schnell eine nette Gastfamilie finde, die mich aufnimmt.
Ich bin gespannt, was so passieren wird, aber ich werde es euch berichten ;)
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