Gestern sind wir mal wieder durch San José getingelt. Dieses Mal hatte es uns nach La Sabana verschlagen, ein Stadtteil mit einem großen Park. Um dort hin zu kommen, nahmen wir den Bus. Natürlich ist San José nicht gerade eine Kleinstadt, dementsprechende viele Busse gibt es hier und nicht immer sind die Bushaltestellen auch als diese erkennbar. Allerdings haben wir es geschafft dort anzukommen, wo wir auch hin wollten. In Sabana sind wir dann in den Park, eine kleine grüne Oase in der Stadt, vergleichbar mit einem deutschen Bürgerpark. Hier genießen Familien am Wochenende die Ruhe, picknicken, spielen Fußball, angeln... Wir haben es uns für einen Moment auf einer Parkbank gemütlich gemacht um die Stimmung zu genießen. Schon werden wir wieder als die Touris erkannt und von einem Mann angesprochen, der uns für umgerechnet etwa 80 Cent etwas verkaufen möchte an dem seine "arme Familie den ganzen Tag arbeitet". Natürlich wissen wir, dass er uns das nur erzählt, damit wir auch ja etwas kaufen, aber da wir eh neugierig sind was er uns entgegenstreckt, kaufen wir es und er ist auch zufrieden. Was wir da vor uns haben ist eine ziemlich klebrige Masse, die nach Kokusnuss schmeckt. Mit unseren noch recht überschaubaren Spanischkenntnissen finden wir heraus, dass es Kokusnussraspeln mit Milch und Honig sind. Mega süß, aber lecker. Nach dieser kurzen Rast drehen wir die Runde weiter durch den Park. Es ist gerade ziemlich heiß und trotzdem joggen hier die Leute- unbegreiflich für mich ;) Nachdem wir das x-te Fußballfeld in dem Park finden (Fußball ist hier DER Sport überhaupt), sind wir ziemlich überrascht, dass der Park hier auch schon wieder vorbei ist,aber langsam sollten wir uns dran gewöhnt haben: In Costa Rica ist halt alles ein wenig kleiner... Nun ist es auch schon Mittag und wir kehren in ein Restaurant ein, das uns der Llonely Planet empfiehlt. Hier esse ich kein typisches Ticoessen, denn das werde ich in Zukunft wohl noch oft genug haben. Ich entscheide mich lieber für einen Burger mit Pommes und zu meiner Überraschung gilt die eben aufgestellte Regel wohl doch nicht- zumindest sind die Burger in Costa Rica nicht klein ;) Nach dieser Stärkung und bei Betrachtung des dunklen Himmels entscheiden wir uns, dass wir uns doch besser wieder auf den Weg ins Hostel machen sollten. Wir lassen den Tag also ruhig ausklingen um früh aufstehen zu können. Heute sind wir nämlich zum Strand nach Jacó gefahren. Da die Fahrt mit dem Bus in den Ort 3 Stunden dauert sind wir schon früh aufgebrochen. Mit dem Bus fahren wir zur Busstation von der der Bus nach Jacó fahren soll. Wie erwähnt.. es gibt hier viele viele Busse. Dementsprechen irren wir herum, fragen uns durch und finden dann in letzter Minute doch noch den richtigen Bus. Die Fahrt nach Jacó ist toll. Endlich einmal aus San José heraus, die Stadt ist einfach nicht sonderlich schön. Hier auf der Fahrt sehen wir endlich das saftige Grün für das Costa Rica bekannt ist. Langsam verstehe ich weshalb die Menschen dieses Land lieben, die Landschaft ist einfach so wundervoll. Doch je näher wir Jacó kommen umso hässlicher wird die Umgebung wieder. So kommen wir also nach drei Stunden Fahrt in dem Ort an und bei den Temperaturen suchen wir nur noch die Abkühlung im Wasser- allerdings ist der Blick auf den Strand ernüchternd. Statt weißem Sandstrand erwartet uns hier ein einziges Surferparadies- der Strand weniger schön,die Wellen umso höher. Obwohl mir die Kraft des Meeres sofort bewusst wird, gehe ich ins Wasser, nur einen Schritt, nicht einmal bis zu dem Knien. Diese Abkühlung brauche ich gerade, allerdings ist das Wasser viel zu warm als dass es erfrischend wirken würde. Schon kommt eine solch kräftige Welle, die mich einfach umhaut und mitzieht. Ich komme zwar recht schnell wieder auf die Beine und außer einer kleinen Schürfwunde am Ellbogen passiert mir nichts, aber das Erlebnis zeigt mir, dass dieser Strand wirklich nur für Surfer geeignet ist. So verbringen wir die nächsten Stunden doch nur an Land um uns dann wieder auch die drei stündige Heimfahrt zu begeben. Der Ausflug heute hat sich also nicht wirklich gelohnt außer halt wegen der Fahrt an sich... Ich hoffe einfach einmal, dass Liberia`s Umgebung schönere Strände für mich bereithält.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen