Freitag, 29. Oktober 2010

Gira Impacto und Floating



Diese Woche ging es mit dem Master Kurs auf Exkursion. In der Gegend wird der Bau einer grossen Hotelanlage geplant und unsere Aufgabe ist zu analysieren, ob die Communities, die von dem Tourismus sicher profitieren koennen, ihr Angebot auch wirklich nachhaltig anbieten. Um das einschaetzen zu koennen, mussten wir natuerlich erst einmal selber das Touri Programm mitmachen ;)
Um 6Uhr morgens sollte es mit dem Unibus losgehen, natuerlich ganz tico like sind wir dann um 7 Uhr aufgebrochen. Nach einer Stunde bangen, ob wir auch wirklich unser Ziel erreichen wuerden oder doch gleich an der naechsten Windschutzscheibe kleben wuerden, konnten wir aufatmen und kamen in einer kleinen Community an.
Es gab eine kleine Fuehrung durchs Dorf mit Erklaerungen wo sich was befindet und wie die Menschen dort leben. Ich war leider noch zu verschlafen um wirklich was aufnehmen zu koennen.
Danach ging es dann mit dem Boot weiter. Sonne ueber uns, blaues Wasser unter uns, schoenste Landschaft um uns- so laesst es sich leben.
Der Guide hat uns auf der Bootstour ein wenig was ueber die natuerlichen Gegebenheiten in dem Gebiet erklaert. Das Programm ist vor allem aufs Whale-Watching ausgelegt,leider hatten wir kein Glueck.
Schliesslich haben wir einen Stopp an einem verlassenen Sandstrand eingelegt. Der Sand einfach so weiss und unberuehrt, das Wasser so klar und kalt, einfach die perfekt Abkuehlung bei der Hitze.
Dann ging es auch schon wieder zurueck ans Land um Mittag zu essen (von mir sehnlichst erwartet!). Gegrillter frischer Fisch mit Salat (ja, kein Reis und keine Bohnen!?). Einfach super lecker!
Danach ging es weiter zu einer weiteren Community. Dort zeigte uns dann ein Bewohner ganz stolz seinen Garten mit einer Vielfalt an Pflanzen. Wirklich beeindruckend.
Ausserdem konnte ich einen Kakadu in einem Baumwipfel entdecken- den ersten, den ich in freier Wildbahn sehe. Wirklich huebsch,aber irgendwie habe ich sie mir groesser vorgestellt.
Es war wirklich ein toller Tag, aber an die Arbeit, die ich ueber den Tag erstellen muss, mochte ich gerade nicht denken...

Gestern Abend war ich dann auf einer Halloween Party. Ja ich weiss, Halloween ist Sonntag,aber das scheint hier niemanden zu stoeren. Hier feiert man ja sogar Geburtstage vor.
Ich hatte schon damit gerechnet, dass diese Part vielleicht etwas seltsam sein wird, schon alleine deswegen,weil die Leute aus meinem Kurs, die sonst eigentlich immer Lust haben auf Partyhaben, nicht vorhatten zu kommen, weil sie die leute "extraño" (seltsam) finden. Letztlich haben sich dann doch zwei Typen gefunden,die mit uns hingehen wollten,scliesslich wollte ich mir selbst mal ein Bild machen wie die Leute da so drauf sind.
Die Musik war auf jedne Fall seltsam (aber keine Salsa Musik find ich auch ma ganz gut..), die Leute waren ziemlich alternativ (was ich persoenlich ziemlich syphatisch fand) allerdings teilweise einfach zu betrunken oder stoned oder was auch immer..
Na ja, auf jeden Fall war die Party nicht schlecht oder gut sondern eher einfach mal wieder anders...

Heute war ich dann mit Steffi auf ner Tour- allerdings natuerlich nur aus Recherchezwecken fuer die Uni. Erwaehnte ich schon, dass es manchmal gar nicht schlecht ist Tourismus zu studieren?! ;)
Fuer die eine Hausarbeit muessen wir ein touristisches Projekt in dieser Gegend analysieren und bewerten. Probieren geht ueber studieren! Somit haben wir heute erst einmal die Tour gemacht, damit wir dann auch wissen wodrueber wir reden.
Vorher hatte ich nicht so recht eine Vorstellung von einer "floating Tour",aber es ist nichts anderes als dass man in einem Kanu unterwegs ist und hofft so viele Tiere wie moeglich zu sehen. Es ist also eine Art gemuetliches Raften :)
Steffi und ich sind wirklich ordentlich nass geworden und hatten wir hatten unseren Spass- auch wenn wir heute leider keine Krokodile entdecken konnten.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Endlich ist es soweit!



Heute kam Mamas Paket an, besser gesagt Pakete. Gleich zwei Fresspakete aus Deutschland- ein Traum wird wahr. Soo viel Schokolade und Vollkornbrot und Wurst und Griessbrei. Ich bin happy, wie gluecklich mich Essen doch machen kann. ;) Und so werde ich mich nun die letzten Wochen von Schokolade ernaehren, wie sich das auf einen Koerper auswirkt, werdet ihr dann auf den kommenden Fotos sehen ;)
Gestern habe ich dann die Tour fuer mein Uniprojekt gemacht. Frueh am Morgen ging es los, Rodrigo hatte sich extra ein Tag freigenommen.
Erst einmal ging es zum leckeren Gallo Pinto essen am Morgen, man gewoehnt sich ja an alles. Danach dann noch 30 minuten ueber Holperstrassen gepoltert und wir kamen an am Rio Las Palmas. Schon ging es aufs Boot mit ein paar Touris. Erst sind wir ein wenig auf dem Rio Las Palmas rumgeschiffert,der dann in den Rio Tempisque muendet. Dort war es wirklich schoen. Das Wetter war super und wir konnten viele Tiere beobachten. Neben vielen Vogelarten, haben wir Affen und Leguane gesehen. Das Highlight war dann wohl das Krokodil, was neben uns schwomm. Zum Glueck hatte es wohl schon gefruehstueckt und somit kein sonderliches Interesse an uns.
Gefischt haben wir auch und dabei ein paar Fische rausgeholt und Scampis, Krabben..
Einige gute Fotos werden noch folgen, weil Rodrigo echt ne gute Kamera hat und super Aufnahmen gemacht hat.
Nach der Tour habe ich dann mit unserem "Kapitaen" noch ein Interview fuer mein Projekt gefuehrt- natuerlich auf Spanisch. Eigentlich lief es ganz gut und wenn ich mich doch mal nicht ausdruecken konnte, kam Rodrigo zur Hilfe.
DDanach sind wir noch in ein Dorf gefahren am Rande des Flusses. Dort leben die Menschen noch sehr urspruenglich und in der Hochsaison isst man nach der Tour hier in einem Restaurant. Leider war das kleine suesse Restaurant gerade im Umbau, ich durfte trotzdem mal reinschauen und ein paar Fotos fuer mein Projekt machen udn fragen stellen. Dort wird noch wie frueher gekocht,ueber Feuer und es wird so wenig Energie wie moeglich verbraucht. Das Konzept war schon sehr beeindurkcned.
Aufm Rueckweg gab es dann noch ein leckeres Rieseneis und dann ging es auch schon in die Uni.
Ich hatte gestern eine Praesentation mit Carmen ueber Hawaii. Es war okay und zum Glueck in Englisch, denn nach dem Tag war ich doch shcon ziemlich kaputt, aber gluecklich. :)

Dienstag, 19. Oktober 2010

Warten auf Post von zu Hause..



... denn diese Woche war es soweit- das letzte Stueck deutsche Schokolade ist auf meiner Zunge geschmolzen. Mama hat aber schon Nachschub losgeschickt und jetzt muss ich mich nur wenige Tage gedulden bis es Leckereien gibt. (Tut mir Leid, aber Costa Ricanische Schokolade ist wirklich zum Abgewoehnen..).

Na ja und waehren dich so warte, studiere ich natuerlich fleissig. Langsam komme ich in die heisse Phase und ich merk ein gewisses Stresslevel aufkommen, aber irgendwie ist dann doch wieder alles "Pura Vida".
Gerade hier in der Region Guanacaste wird dieser "Pura Vida" Lifestyle noch sehr gelebt, ich weiss nicht wie oft ich schon in die Uni gefahren bin um zu erkennen,dass der Unterricht mal wieder ausfaellt, weil der Prof gerade keine Zeit hat oder was auch immer.
Auch heute morgen war es wieder so weit, ich sass schon im Bus, da kam die Nachricht, dass der Unterricht mal wieder ausfaellt, aber auch das wird irgendwie eine gewisse Konstante in meinem Leben, denn ungelogen, es vergeht glaube ich keine Woche in der mal wirklich jeder Kurs stattfindet (und dann auch noch in der vorgeschriebenen Laenge).
Wenn ich mal nicht studiere, fahr ich zum Strand- obwohl das auch schon wieder einige Tage her ist.
Das letzte Mal war ich mit ein paar Leuten aus meinem Masterkurs unterwegs, sind zu einem etwas abgelaegeren Strand gefahren. Zum Glueck hatten wir einen Gelaendewagen anders waeren wir da wohl niemals angekommen. Aber es war wunderschoen, ein sehr langer weisser Strand und kaum Menschen (siehe Fotos). Wir haben auch eine Schildkroete gesehen :) Leider war sie tot :(

Letztes Wochenende hatte mich Rodrigo dann mitgenommen auf eine Rally. Wir haben uns ein Quad geteilt und ab ging es ueber Stock und Stein, durch Schlamm und Fluesse. Es war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis auch wenn ich mir schon ab und zu mal in die Hose gemacht habe ;) Zum Schluss ging es dann zu einem Wasserfall des Rio Cileste (klarer Fluss) und der Name verspricht nicht zu viel. Das Wasser war absolut klar und eine willkommene Erfrischung.

Morgen mache ich eine Tour fuer die eine Hausarbeit, die ich schreiben muss. Man muss sich ja erst einmal ein Bild davon machen wovon man da so schreibt. Ja, manchmal ist es schon toll Tourismus zu studieren. Ich werde eine Bootstour machen und danach besucht man noch eine Community, die an dem Fluss lebt. Was mich allerdings genau erwartet weiss ich nicht, man muss sich ja auch mal ueberraschen lassen. Ich werde euch aber auf jeden Fall in den naechsten Tagen davon berichten.

Ach ja, ausserdem dachte ich mir fotografier ich endlich mal das Apartment in das ich jetzt mit Eugenia gezogen bin. Schon wirklich schoen hier,aber auch etwas ausserhalb der Stadt. Dafuer kann man von hier die besten Sonnenuntergaenge sehen- und der costa ricanische Himmel brennt wirklich.

Freitag, 1. Oktober 2010

Breaking news

Eigentlich war gestern Joes letzter Tag in Costa Rica, naechste Woche faengt sein Studium in Ecuador an und es gibt vorher noch viel zu erledigen- Wohnung, Kurse waehlen, ein wenig einleben.
Somit sollte also gestern nachmittag sein Flug aus San Jose gehen. Nachdem es schon Probleme gab ueberhaupt erst mal zum Flughafen zu kommen, weil die Verbindungsstrassen zwischen Liberia udn San Jose fast alle zerstoert sind durch den Regen der letzten Tage, hoerte sein Pech nicht auf.
Er kam puenktlich am Flughafen an wo er dann erfuhr, was gerade in Ecuador passiert ist. Ausnahmezustand, der Flughafen in Quito ist schon vom Militaer besetzt und zu. Sein Flug nach Guayaquil sollte allerdings planmaessig stattfinden. Nach langen Diskussionen mit der Airline durfte er jetzt einmal kostenlos umbuchen. Somit geht sein Flug jetzt naechsten Mittwoch, wir hoffen, dass sich bis dahin die Situation wieder beruhigt hat.
Zum Glueck ist er nicht losgeflogen, einige Stunden nach seinem Abflug wurde dann bekannt, dass nun auch in Guayaquil der Flughafen gesperrt ist.
So bleiben uns einige Tage laenger zusammen, wodrueber ich mich natuerlich freu, aber die Umstaende sind natuerlich alles andere als gut..
Na ja, wir werden die Situation in Ecuador ueber die Medien verfolgen und mal schauen wie sich alles entwickelt.

Tortuguero als Pauschaltourist



Auch schon ein paar Tage her, aber mir immer noch sehr gut im Gedaechtnis ist unsere (d.h. Mandy, Steffi, Mo, Joe und ich) zum Tortoguero Nationalpark.
Da Mo (gluecklicherweise) gerade sein Praktikum bei einer Incoming Agentur in Costa Rica macht, konnten wir die zwei taegige Tour doch erheblich guenstiger buchen und so ging es-ganz untypisch fuer uns- auf zu einer kleinen Pauschalreise.
Am Freitag sind wir Liberianer schon mal nach San Jose gefahren um dann am Samstag auch bereit zu sein, schliesslich ging es schon um 5.45Uhr los (das sind Zeiten hier..).

Tag 1
Nachdem uns der Reiseleiter freundlich empfangen hatte, stiegen wir also in einen dieser klimaanlagenverseuchten Reisebusse. Der Reiseleiter Alexis begruesste uns nett und wir fanden unsere Sitzplaetze. Da es ja nun noch mega frueh am Morgen war, wollte ich eigentlich hier nur meine Ruhe finden- Augen zu, schlafen, warten bis man mich zur Fruehstueckspause weckt.. Aber bei so einer Pauschalreise ist alles anders. Schliesslich hatte man ja den Reiseleiter mitgebucht und der wollte seinen Job gut machen, also erzaehle er uns unentwegt irgendwelche Stories.. ueber die Bananen, ueber Ananas, ueber die Strasse, die wir gerade befahren..
Anfangs fand ich es ja auch noch ganz interessant und da er alles in Englisch und Spanisch erzaehlte sah ich auch noch meine Chance ein wenig Spanisch zu lernen.. aber so nach einigen Stunden (vielleicht waren es auch nur Minuten) wuenschte ich mir nichts mehr als, dass er endlich leise sei. Leider trat das auf dieser Fahrt nie wirklich ein.
Ausserdem gerieten wir auch noch in einen riesigen Stau, weil einige Autos vor uns ein grosser Busunfall passiert war, aber da sich nichts bewegt, konnte man wenigstens mal aussteigen sich die Beine vertreten (und vor Alexis fluechten..). Irgendwann ging die Fahrt dann weiter und ein wenig spaeter erreichten wir unseren Stopp fuers Fruehstueck (von mir sehnlichst erwartet).
Ein schoenes Buffett mit Gallo pinto, da ich aber eh richtig Huger hatte, kam mir das deftige Essen am Morgen ganz recht. Nun hiess es schlingen, 30 min waren fuers Essen angesetzt, bis man das Essen hatte waren aber auch schon ein paar Minuten vergangen- Fresspanik.

Danach ging es mit dem Bus weiter, bis wir dann noch mit einem Boot zu unserer Lodge gefahren wurden. Die Bootsfahrt war toll, eine gute Stunde durch die schoenste Natur. Das war wirklich ein tolles Gefuehl. Angekommen an Lodge wird man mit einem Cocktail begruesst, un gibt es wieder kurz Zeit zum Essen schlingen, Zimmer beziehen und dann gehts auch schon wieder los mit dem Boot um ein Dorf in der Naehe zu besuchen.

Das Dorf ist ziemlich klein, aber super touristisch- keinWunder schliesslich laufen hier taeglich hunderte Touristen durchs Dorf um ans andere Ende zu kommen- zu DEM Strand.

Hier legen Schildkroeten ihre Eier, natuerlich ist das nur abends zu bewundern und wir entscheiden uns dazu eine gefuerhte Tour am Abend zu machen. Wenn man schon mal hier ist, muss man auch eine Schildkroete gesehen haben.

Schliesslich geht es also wieder zurueck in die Lodge, Abendbrot schlingen, weil nicht viel Zeit bleibt bis die Schildkroetentour losgeht.

Man sagt uns wir sollen dunkle Kleidung anziehen (nun ja bei Joe hiess das dann rote Regenjacke, beige Hose.. er sah eher aus wie n Leuchtkegel..), schliesslich sollen sich die Schildkroeten so wenig wie moeglich durch uns gestoert fuehlen.

Am Strand herrscht dann eine seltsame Stimmung- es ist dunkel und trotzdem recht viel los, weil alle darauf warten, dass endlich eine Schildkroete aus dem Wasser komtm um ihre Eier abzulegen.

Es gibt sogenannte Beobachter am Strand die den Guides per Funkgeraet sagen, wenn sie eine Schildkroete gesichtet haben. Wir muessen nicht lange warten, ein Beobachter hat eine Schildkroete gefunden, die dabei ist ihre Eier zu legen. Als ich sie sehe, bin ich erschrocken, irgendwie hab ich sie mir doch kleiner vorgestellt- das Ding was da gerade im Sand vor uns liegt ist an die 2 Meter gross. Der Guide schiebt ihr Bein weg damit wir besser sehen koennen wie sie die Eier laegt- spaetestens an dieser Stelle fange ich an diese ganze Aktion kritisch zu hinterfragen, ich kann mir nicht vorstellen, dass es sie nicht stresst, wenn so viele Menschen um sie sind. Der Guide versichert uns,dass sie in einem Trancezustand ist und uns nicht bemerkt. So bestaunen wir also die Eier, die in das von der Schildkroete gebuddelte Loch fallen- ich weiss nicht wie viele es sind,aber auf jeden Fall mehr als ich erwartet hatte. Nach dem Eierlegen scheint die Schildkroete erschoepft, ist ja auch ne ganz schoene Arbeit. Sie buddelt langsam das Eierloch zu und macht sich auf den Weg zurueck zum Meer. In der gleichen Zeit kommt eine andere Schildkroete an den Strand und wir werden aufgefordert zu gehen, weil niemand die Schildkroeten dabei stoeren soll an den Strand zu kommen, sonst haben sie Angst und schwimmen wieder weg. Trotzdem sehe ich noch wie die Schildkroete, die gerade noch ihre Eier gelegt hat von einer Welle weggetragen wird. Was fuer ein tolles Erlebnis!

Da sich Schildkroeten durch Blitzlicht gestoert fuehlen, war es nicht erlaubt Fotos zu machen, aber auch so wird mir dieser Abend in Erinnerung bleiben.

Nach dieser Tour ging es zurueck in die Lodge, schnell schlafen, schliesslich geht es am naechsten Morgen frueh los.


Tag 2

Bereits um 5 Uhr startet unsere "Der Dschungel wacht auf"- Tour- mit Alexis (falls ihr euch noch an ihn erinnert). Wir fahren mit einem Boot durch atemberaubendes Gruen- das ist mehr als ich erwartet hatte. Da wir die Tiere nicht stoeren duerfen, erzaehlt Alexis auch nicht mehr als noetig und so geniesse ich den Morgen, die Sonne geht gerade auf und die Tiere werden langsam aktiv. Wir sehen Affen, viele Voegel und sogar ein Krokodil, das nur ein paar Meter von uns entfernt im Wasser liegt. Es ist ein kleines Exemplar,aber trotzdem ist es doch ein recht befremdliches Gefuehl. Das absolute Highlight ist dann der Moment als eine Schildkroete mit unserem Boot mitschwimmt. Sie verfolgt uns und steckt ab und zu ihren Hals aus dem Wasser.

Leider geht diese Tour nach 2 Stunden vorbei, jetzt heisst es (natuerlich schnell) fruehstuecken und packen, schliesslich haben Pauschaltouristen nie Zeit.

So machen wir uns wieder auf den Rueckweg. Alexis bleibt da um noch eine Gruppe zu betreuen- also freue ich mich auf eine entspannte Busfahrt zurueck, schliesslich muss ich ein wenig Schlaf nachholen nach dem vollen Programm der 2 Tage. Aber diese Tour hat sich auf jeden Fall gelohnt! Danke, Mo :)

Día de la Independencia



Mindestens 30 Grad im Schatten, die Luft steht und trotzdem tummeln sich tausende Menschen auf den Strassen des kleinen Oertchens Liberia. Es wird getanzt, gefeiert, laute Trommelgeraeusche erfuellen die ganze Stadt- es ist Dia de la Independencia!
Seit dem 15.9.1821 ist Costa Rica unabhaengig von Spanien und das wird dann auch jaehrlich angemessen gefeiert. In der Hauptstadt San José gab es wohl mehrere Paraden, aber dass auch die Strassen in Liberia so gefuellt sind, haette ich nicht gedacht. Auf der Hauptstrasse gab es eine lange Parade.
Es war schon echt cool einmal diese Feier mitzuerleben. Die Musiker hatten alle traditionelle Kleidung an und schlugen so heftig auf ihre Trommeln ein, dass die Strassen bebten und man den Rhytmus der Musik spuehrte.
Ich stand zwar im Schatten,aber trotzdem war mir so schrecklich heiss- wie soll es dann erst denjenigen gegangen sein, die bei der Parade mitgemacht haben. Wirklich laecheln konnten sie auf jedne Fall nicht mehr, man sah ihnen die Anstrengung an und ich glaube nichtsdestotrotz ist es eine Ehre an dieser Parade mitteilnehmen zu duerfen.