
Auch schon ein paar Tage her, aber mir immer noch sehr gut im Gedaechtnis ist unsere (d.h. Mandy, Steffi, Mo, Joe und ich) zum Tortoguero Nationalpark.
Da Mo (gluecklicherweise) gerade sein Praktikum bei einer Incoming Agentur in Costa Rica macht, konnten wir die zwei taegige Tour doch erheblich guenstiger buchen und so ging es-ganz untypisch fuer uns- auf zu einer kleinen Pauschalreise.
Am Freitag sind wir Liberianer schon mal nach San Jose gefahren um dann am Samstag auch bereit zu sein, schliesslich ging es schon um 5.45Uhr los (das sind Zeiten hier..).
Tag 1
Nachdem uns der Reiseleiter freundlich empfangen hatte, stiegen wir also in einen dieser klimaanlagenverseuchten Reisebusse. Der Reiseleiter Alexis begruesste uns nett und wir fanden unsere Sitzplaetze. Da es ja nun noch mega frueh am Morgen war, wollte ich eigentlich hier nur meine Ruhe finden- Augen zu, schlafen, warten bis man mich zur Fruehstueckspause weckt.. Aber bei so einer Pauschalreise ist alles anders. Schliesslich hatte man ja den Reiseleiter mitgebucht und der wollte seinen Job gut machen, also erzaehle er uns unentwegt irgendwelche Stories.. ueber die Bananen, ueber Ananas, ueber die Strasse, die wir gerade befahren..
Anfangs fand ich es ja auch noch ganz interessant und da er alles in Englisch und Spanisch erzaehlte sah ich auch noch meine Chance ein wenig Spanisch zu lernen.. aber so nach einigen Stunden (vielleicht waren es auch nur Minuten) wuenschte ich mir nichts mehr als, dass er endlich leise sei. Leider trat das auf dieser Fahrt nie wirklich ein.
Ausserdem gerieten wir auch noch in einen riesigen Stau, weil einige Autos vor uns ein grosser Busunfall passiert war, aber da sich nichts bewegt, konnte man wenigstens mal aussteigen sich die Beine vertreten (und vor Alexis fluechten..). Irgendwann ging die Fahrt dann weiter und ein wenig spaeter erreichten wir unseren Stopp fuers Fruehstueck (von mir sehnlichst erwartet).
Ein schoenes Buffett mit Gallo pinto, da ich aber eh richtig Huger hatte, kam mir das deftige Essen am Morgen ganz recht. Nun hiess es schlingen, 30 min waren fuers Essen angesetzt, bis man das Essen hatte waren aber auch schon ein paar Minuten vergangen- Fresspanik.
Danach ging es mit dem Bus weiter, bis wir dann noch mit einem Boot zu unserer Lodge gefahren wurden. Die Bootsfahrt war toll, eine gute Stunde durch die schoenste Natur. Das war wirklich ein tolles Gefuehl. Angekommen an Lodge wird man mit einem Cocktail begruesst, un gibt es wieder kurz Zeit zum Essen schlingen, Zimmer beziehen und dann gehts auch schon wieder los mit dem Boot um ein Dorf in der Naehe zu besuchen.
Das Dorf ist ziemlich klein, aber super touristisch- keinWunder schliesslich laufen hier taeglich hunderte Touristen durchs Dorf um ans andere Ende zu kommen- zu DEM Strand.
Hier legen Schildkroeten ihre Eier, natuerlich ist das nur abends zu bewundern und wir entscheiden uns dazu eine gefuerhte Tour am Abend zu machen. Wenn man schon mal hier ist, muss man auch eine Schildkroete gesehen haben.
Schliesslich geht es also wieder zurueck in die Lodge, Abendbrot schlingen, weil nicht viel Zeit bleibt bis die Schildkroetentour losgeht.
Man sagt uns wir sollen dunkle Kleidung anziehen (nun ja bei Joe hiess das dann rote Regenjacke, beige Hose.. er sah eher aus wie n Leuchtkegel..), schliesslich sollen sich die Schildkroeten so wenig wie moeglich durch uns gestoert fuehlen.
Am Strand herrscht dann eine seltsame Stimmung- es ist dunkel und trotzdem recht viel los, weil alle darauf warten, dass endlich eine Schildkroete aus dem Wasser komtm um ihre Eier abzulegen.
Es gibt sogenannte Beobachter am Strand die den Guides per Funkgeraet sagen, wenn sie eine Schildkroete gesichtet haben. Wir muessen nicht lange warten, ein Beobachter hat eine Schildkroete gefunden, die dabei ist ihre Eier zu legen. Als ich sie sehe, bin ich erschrocken, irgendwie hab ich sie mir doch kleiner vorgestellt- das Ding was da gerade im Sand vor uns liegt ist an die 2 Meter gross. Der Guide schiebt ihr Bein weg damit wir besser sehen koennen wie sie die Eier laegt- spaetestens an dieser Stelle fange ich an diese ganze Aktion kritisch zu hinterfragen, ich kann mir nicht vorstellen, dass es sie nicht stresst, wenn so viele Menschen um sie sind. Der Guide versichert uns,dass sie in einem Trancezustand ist und uns nicht bemerkt. So bestaunen wir also die Eier, die in das von der Schildkroete gebuddelte Loch fallen- ich weiss nicht wie viele es sind,aber auf jeden Fall mehr als ich erwartet hatte. Nach dem Eierlegen scheint die Schildkroete erschoepft, ist ja auch ne ganz schoene Arbeit. Sie buddelt langsam das Eierloch zu und macht sich auf den Weg zurueck zum Meer. In der gleichen Zeit kommt eine andere Schildkroete an den Strand und wir werden aufgefordert zu gehen, weil niemand die Schildkroeten dabei stoeren soll an den Strand zu kommen, sonst haben sie Angst und schwimmen wieder weg. Trotzdem sehe ich noch wie die Schildkroete, die gerade noch ihre Eier gelegt hat von einer Welle weggetragen wird. Was fuer ein tolles Erlebnis!
Da sich Schildkroeten durch Blitzlicht gestoert fuehlen, war es nicht erlaubt Fotos zu machen, aber auch so wird mir dieser Abend in Erinnerung bleiben.
Nach dieser Tour ging es zurueck in die Lodge, schnell schlafen, schliesslich geht es am naechsten Morgen frueh los.
Tag 2
Bereits um 5 Uhr startet unsere "Der Dschungel wacht auf"- Tour- mit Alexis (falls ihr euch noch an ihn erinnert). Wir fahren mit einem Boot durch atemberaubendes Gruen- das ist mehr als ich erwartet hatte. Da wir die Tiere nicht stoeren duerfen, erzaehlt Alexis auch nicht mehr als noetig und so geniesse ich den Morgen, die Sonne geht gerade auf und die Tiere werden langsam aktiv. Wir sehen Affen, viele Voegel und sogar ein Krokodil, das nur ein paar Meter von uns entfernt im Wasser liegt. Es ist ein kleines Exemplar,aber trotzdem ist es doch ein recht befremdliches Gefuehl. Das absolute Highlight ist dann der Moment als eine Schildkroete mit unserem Boot mitschwimmt. Sie verfolgt uns und steckt ab und zu ihren Hals aus dem Wasser.
Leider geht diese Tour nach 2 Stunden vorbei, jetzt heisst es (natuerlich schnell) fruehstuecken und packen, schliesslich haben Pauschaltouristen nie Zeit.
So machen wir uns wieder auf den Rueckweg. Alexis bleibt da um noch eine Gruppe zu betreuen- also freue ich mich auf eine entspannte Busfahrt zurueck, schliesslich muss ich ein wenig Schlaf nachholen nach dem vollen Programm der 2 Tage. Aber diese Tour hat sich auf jeden Fall gelohnt! Danke, Mo :)
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AntwortenLöschenwow...toller bericht.
AntwortenLöschenlg g.