Montag, 4. Juli 2011
Wer hat an der Uhr gedreht?
Unfassbar! Nun bin ich fast ein Jahr unterwegs, aber wo ist die Zeit geblieben? Gerade lese ich meine ersten Einträge hier auf meinem Blog. Meine Mutter kommentierte einer dieser mit den Worten „ Zeit vergeht manchmal ja wie im Flug ... und schon hole ich dich wieder vom Flughafen ab :-)“.
Das, was mir dort noch so fern schien, ist nun greifbar. Am 9. Juli betrete ich wieder deutschen Boden. Genau dort wo ich am 21. Juli losgeflogen bin, komme ich wieder an – mit so vielen neuen Erfahrungen im Gepäck.
Ich habe so viele Orte gesehen und Situationen erlebt, dass ich das Erlebte kaum in Worte fassen kann. Aber eines steht fest: Ich verlasse Peru mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Ich hatte hier eine so gute Zeit, habe viele Menschen, aber auch mich, besser kennengelernt.
Wenn es am schönsten ist, soll man gehen! Das tue ich nun.
Ich habe gehört, wenn man nach Deutschland nach so einer langen Zeit zurückkommt, soll der Kulturschock größer sein als wenn man ins Ausland geht. Das kann ich mir gut vorstellen! Aber ich freue mich riesig auf meine Familie und Freunde, die echt immer für mich da waren!
Und wenn man Abschied nimmt, sagt man „Auf Wiedersehen“. Ich komme bestimmt noch mal wieder! :)
Mittwoch, 29. Juni 2011
Meine letzte Reise...
Joe reist mit seiner Mama gerade durch Peru, in Cusco, der alten Inkastadt, haben wir uns dann getroffen und ein paar Tage dazu genutzt die engen Gässchen der hübschen Stadt zu erkunden. Die Altstadt ist wirklich schön, aber Arequipa kann eben trotzdem locker mithalten.
Außerdem muss man sagen ISTM ist überall und so kam es, dass wir unseren ersten Abend in Cusco in der wundervollen Gesellschaft von Maren und Sandra verbrachten. Nach fast einem Jahr trafen wir uns hier, mitten in Peru wieder und hatten einen wunderschönen, feuchtfröhlichen Abend- auf ISTM ist Verlass.
Am 24. Juni ist DER Tag von Cusco, jeder ist auf den Beinen und feiert seine Stadt. Die Vorbereitungen zu diesem großen Fest konnten wir miterleben, so tanzten jeden Tag farbenfroh gekleidete Menschen fröhlich um den Plaza de Armas. Hier einige Eindrücke:

Als wir in Cusco waren, kamen wir natürlich auch nicht drum herum Sacsayhuamán, laut Wiki eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten aus der Inkazeit, zu besuchen. Dort hatten wir auch eine Führung auf Englisch.. oder so etwas in der Art. Leider konnten wir unseren Guide gar nicht verstehen, so switchten wir zu Spanisch. Auch wenn wir nicht alles verstanden, so fasziniert doch die Bauweise der Inka. Feinsäuberlich liegen dort Steine, ach was, Felsen auf Felsen. So angeordnet, dass an einigen Stellen nicht einmal Wasser durch die Spalten dringen kann. Wenn man bedenkt, dass die Inka dabei keine Maschinen benutzten, dann kann man nur Staunen. Schaut selbst:

Nach unseren Tagen in Cusco, machten wir uns auf das Heilige Tal mit seinen kleinen Dörfern und Inka-Ruinen zu entdecken. Wir fuhren durch atemberaubende Landschaften, grünbewachsene Hügel und ab und zu entdeckte man grasende Alpacas.

Aber das Highlight unserer Reise war eines der neuen 7Weltwunder, das seinen 100. Geburtstag feiert: Machu Picchu!
Nachdem wir eine Nacht in Aguas Calientes verbracht hatten, kamen wir mit der Sonne beim Machu Picchu an. Noch bevor die großen Touristenströme ankommen(täglich kommen etwa 2.000 Besucher), konnten wir diesen ganz besonderen Blick auf Machu Picchu genießen. Die Sonnenstrahlen trauten sich langsam über die umliegenden Berge zu blicken und tauchten die Inka-Stadt in ein ganz einzigartiges Licht. Wie Machu Picchu da so unter uns lag, fühlte es sich fast ein wenig so an als hätten wir es gerade entdeckt. Die anschließende geguidete Tour führte uns durch die Stadt und man bekam einen Eindruck davon wie es hier einmal ausgesehen haben muss. Als Machu Picchu 1911 wiederentdeckt wurde, befand sich die Ruinenstadt dichtbewachsen in einer Art Dschunge, heute lässt darauf nicht mehr viel schließen.

Ich muss sagen in meinem Jahr in Lateinamerika hatte ich die Möglichkeit viele spannende und beeindruckende Orte zu besuchen und ich hätte mir nicht vorstellen können, dass „ein paar Ruinen“ mich so ins Staunen versetzen können, aber Machu Picchu ist wirklich etwas ganz Besonderes. Die Landschaft die dieses Weltwunder umgibt, scheint mir einzigartig. Das Grün scheint saftiger, die Berge erhabener und die Luft klarer. Ich glaube um wirlich zu verstehen, was Machu Picchu ausmacht, muss man wohl dort gewesen sein.
So ging meine letzte Reise in Peru zu Ende – aber ein besseres Ziel hätte ich mir wohl kaum aussuchen können.
Mittwoch, 8. Juni 2011
Alltagsperspektive
Montag, 23. Mai 2011
Titikakasee
Angekommen!
Joe, Johannes und ich fuhren am Freitag also nach Puno um dort vom Reiseveranstalter Munay Taquile empfangen zu werden. Die Reise fing noch gar nicht richtig an und schon war ich begeistert: Das Hotel für die erste Nacht war spitze, das Essen lecker und der Rest der Gruppe locker drauf.
Amanti
Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet ging es dann am Morgen in den Bus. Nach einigen Fotostopps und kleinen Vorträgen über Land und Leute der Region, hieß es dann Warten auf das Schiff, das uns dann zur Amantani-Insel auf dem Titikakasee bringen sollte.
Hier angekommen, fragte uns unser Guide, ob wir uns fit genug fühlen einen „kleinen Aufstieg“ zu einem höheren Punkt der Insel zu machen. Nun ja, da die restliche Gruppe aus Peruanern bestand, die an die Höhe wohl etwas besser gewöhnt waren, schleppte ich mich langsam hinterher. Von oben hatte man dann einen sehr schönen Blick auf den Rest der Insel und natürlich auf den beeindruckenden Titikakasee.
Beim Abstieg traf ich dann Maria, eine Inselbewohnerin, die gerade auf ihrem Feld arbeitete. Vielleicht komme ich zurück und werde bei ihr und ihren kleinen Familie ein paar Wochen wohnen um ein wenig das einfache Inselleben kennenzulernen. Noch weiß ich nicht wo es mich nach meinem Praktikum hinführt, aber hier habe ich auf jeden Fall schon einmal eine Option...
Kochen auf dem Feld
Nach dem Abstieg wurden wir dann mit dem wohlverdientem Mittagessen empfangen - gekocht auf dem Feld ohne Küche! Es wird eine Pyramide aus Erdbrocken gebaut in dessen Inneren sich ein Loch mit einem kleinen Feuer befindet. Sobald fast nur noch Glut zu sehen ist, wird diese mit den Kartoffeln im Boden vergraben. Nach 20 Minuten kann man sie wieder ausgraben und hat leckere gekochte Kartoffeln.
Für die frisch geangelte Forelle aus dem Titikakasee buddeln sie eine Kuhle in den Boden, zünden dort ein Feuer, bauen darüber eine Konstruktion aus Steinen und haben so eine Art Herd auf dem sie die Pfanne mit dem Fisch stellen. Beeindruckend einfach, aber super lecker!

Taquile- Wie man hier wohnt und feiert
Gestärkt ging es dann wieder aufs Boot und rüber auf die Insel Taquile. Hier wurden wir feierlich von den Vorständen der Insel begrüßt. Dazu muss man wissen, dass der Reiseveranstalter Munay Taquile ausschließlich aus Mitgliedern der Inselgemeinde besteht. Das heißt, die Bewohner profitieren direkt vom Tourismus, da ein Großteil der Einnahmen in die Community fließen.
Danach lernten wir dann unsere Gastfamilien von der Insel kennen, bei ihnen würden wir bis zum nächsten Tag unterkommen. Ich teilte mir mit Paola aus La Paz ein Zimmer im Hause von Rita, Gerhardo und seinen Eltern. Die Familie gehört sogar zu einen der wenigen, die Licht haben. Das Bad draußen, die Dusche funktioniert nicht, einen Wasserhahn gibt es nicht, Wassereimer statt Toilettenspühlung- einfach, aber ausreichend. Die Küche ein kleines Steinhaus, wenig Utensilien, kein Kühlschrank, alter Herd und geschmeckt hat es trotzdem.
Am selben Abend ging es dann noch auf eine traditionelle Feier auf der Insel- es wurde Pisco getrunken, Musik gespielt, Feuer gezündet, getanzt- und wir mitten im Geschehen. Damit wir nicht so auffielen, trugen wir die traditionelle Kleidung. Ich hatte 2 Röcke an, einen Gürtel fest um die Taille geschnürt, eine weiße Bluse an und ein schwarzes Tuch vehüllte meine Haare und mein Gesicht.

Die Hochzeit auf Taquile
Am nächsten Morgen gab es gleich zwei Anlässe zu feiern: Zum Einen hatte Joe Geburtstag und zum Anderen wurde Hochzeit auf der Insel gefeiert. Wir konnten bei den Vorbereitungen des Festes und bei der kirchlichen Trauung dabei sein. Auf Taquile ist eine Hochzeit die sehr strenge Zeremonie, die wirklich vollkommen anders als in Deutschland gefeiert wird, hier einige Beispiele: Das Brautpaar darf nicht lachen, nicht erzählen, muss lautlos auf den Boden starren, auch beim Gehen. Es darf nicht selber essen oder trinken sondern wird von den Eltern gefüttert. Nach der Zeremonie in der Kirche muss sich das Brautpaar mit nahen Verwandten vor das Haus setzen und auf Gschenke warten. Männer schenken dem Mann, Frauen der Frau. Geldgeschenke werden an der Kleidung des Ehepaars befestigt. Als Dankeschön bekommt der Schenker eine Kleinigkeit vom Brautpaar wie zum Beispiel Coca Blätter oder Bier. Am Morgen der Heirat werden mehrere Schafe getötet (dieses Mal waren es 37!!!), die dann später von der Hochzeitsgesellschaft verzehrt werden (Brautpaar isst nichts). Nun ja, bei den vielen strengen Regeln überlegt man es sich wohl zwei Mal, ob man Heiraten möchte. Einwohner der Taquile-Insel heiraten übrigens nur untereinander. Es darf sich nicht geschieden werden und nur verheiratete Männer können ein wichtiges Amt besetzen.

Die Uros
Nach dem Mittagessen verließen wir Taquile und machten uns auf den Weg zu den Uros. Sie leben auf mehreren kleinen Schilfinseln auf dem Titikakasee. Dabei gibt es die recht touristischen, wo täglich Schiffe anhalten und die Touris eine kleine Tour bekommen. Dann gibt es die Inseln, die weiter am Ufer liegen und zum Wohnen benutzt werden und nicht von Touristen angestuert werden. Und zum dritten gibt es die Uro Inseln, die vor allem von Kindern und älteren Uros bewohnt werden- hier genießt man das ruhige Leben weit weg vom Tourismus.
Wir wurden auf den touristischen Inseln von den Uros empfangen. Zunächst erklärte man uns wie sie die Inseln bauen. Sie nehmen das riesige Wurzelgewebe des Schilfs, rammen dort Holzstämme hinein und legen dann um jeden Holzstamm ein Seil. Durch eine gewisse Knotentechnik werden so die einzelnen Schilfgewebe zusammen gehalten. Danach wird alles mit Schilf bedeckt und schon ist die kleine Insel fertig. Sie bauen ebenfalls Häuser und Schiffe aus Schilf.
Schließlich ging es für uns nach einem sehr schönen Wochenende zurück nach Puno, wo wir noch am Abend in den Bus stiegen um wieder nach Arequipa zu fahren.
Ich komm wieder!
Donnerstag, 12. Mai 2011
Stock und Hut steht ihr gut
Während Johannes ein benachbartes Hostel führte, kümmerten Joe und ich uns um ein Restaurant und Hostel. Ein peruanischer Koch und ein Angestellter standen uns zur Seite, aber die Verantwortung lag bei uns.
Wir kümmerten uns um die Finanzen, den Einkauf, die Werbung und das irgendwie alles läuft. Auf jeden Fall war es eine neue Erfahrung und Chef spielen hat auch mal Spaß gemacht.
Hier einige Eindrücke:

Nach einigen Tage kamen die Besitzer zurück und für uns wurde es Zeit zu gehen - oder viel mehr zu Wandern, denn der Colca Canyon, die zweit tiefste Schlucht der Welt, bietet dafür perfekte Bedingungen. Joe und ich begaben uns auf ein Drei-Tage-Trek.
Da sich wie immer alles sehr spontan ergab, wussten wir erst am Nachmittag, dass wir frei hatten und unseren Trek beginnen konnten. Da uns nur noch wenige Stunden bis zur Dunkelheit blieben, liefen wir nicht wie die meisten Touristen von Cabanaconde nach San Juan und dann zur Oase sondern machten die Tour anders herum.
Von Cabanaconde (3.287 m) ging es hinein in die 3.200 Meter Schlucht, damit ist sie fast doppelt so tief wie der bekannte Grand Canyon in den USA.
Der Abstieg dauerte etwa drei Stunden, andere Menschen schaffen es auch in zwei Stunden, aber ich komme eben von der Küste und bin an die Berge eher weniger gewöhnt. Nach einigen längeren Fotostopps beeilten wir uns auf dem letzten Stück und trafen exakt mit der Dunkelheit in der Oase (2.160 m) ein. Nach dem Abendessen mit den anderen Touristen, die wir in der Oase trafen, fielen wir ins Bett, schließlich brauchten wir Kraft für den nächsten Tag.
Hier ein paar Bilder von unserem Abstieg und der Oase. Sonnenhut, Sonnenbrille und Sonnencreme durften wegen der starken Sonne auf keinen Fall fehlen auch wenn Joe meinte, ich sehe aus wie ein Maulwurf...

Nach einem erfrischenden Bad im Pool der Oase brachen wir auf in Richtung des Dorfes Malata (2.450 m). Vor allem die ersten Meter machten mir zu schaffen, in diesen Höhen bleibt einem schnell die Luft weg und trotz Wanderstock mussten wir die eine oder andere Pause machen.
Leider zog schlechtes Wetter auf und statt in Malata oder Cosñirhua einen Stopp zu machen, wanderten wir weiter um vor dem Regen in San Jua de Chuccho anzukommen. Wir gingen durch märchenwaldähnliche Landschaften und kamen nach einer fünf stündigen Wanderung in einem kleinen Hostel in San Jua de Chuccho an. Für den nächsten Tag stnd uns der härteste Aufstieg des Treks bevor, doch schon am Abend spührte ich den Muskelkater deutlich. Da uns bereits mehrere peruanische Guides vorher gesagt hatten, dass der Weg von San Jua de Chuccho rauf nach Cabanaconde hart sei, war mir klar, dass ich ihn als unerfahrene Trekkerin niemals schaffen würde. Ich gab mich geschlagen und wir entschieden uns den Aufstieg am nächsten Tag auf einem „Mula“ (Kreuzung aus Esel und Pferd) zu machen.

Am dritten und letzten Tag unserer Wanderung ging es schon um fünf Uhr morgens für uns los, da mit der Hitze des Tages der Aufstieg nicht möglich wäre. Nach einer 45 Minütigen Wanderung setzten wir uns auf unsere Mulas und konnten so den eigentlich anstrengenden Aufstieg geniessen. Nun ja, was heisst geniessen. Auf so einem Mula wackelt es ordentlich und, wenn es neben einem hunderte von Meter heruntergeht, ist man an einigen Stellen vielleicht nicht ganz so entspannt. Ich muss aber sagen, diese Mulas haben Power und sind geschickt und so legte ich mein Vertrauen ganz in ihre Hufen.

Nach nur drei Stunden verließen wir die Schlucht und wurden mit einem wunderschönem Rundumblick über die Berge begrüßt. Ab hier ging es für uns wieder zu Fuß weiter und nach einem kleinen Schläfchen machten wir uns auf den kurzen Restweg bishin zu unserem Startpunkt- Cabanaconde.
Mittwoch, 11. Mai 2011
Kulturelle Unterschiede
Donnerstag, 5. Mai 2011
Holz statt Eier suchen

Es stand Ostern vor der Tür und wir nutzten die freien Tage um eine kleine Motorradtour zu machen. Mit unserem sympathischen Guide Eddy ging es rauf auf die Piste und über Stock und Stein. Durch seine langjährige Erfahrung fuhren wir Wege von denen wir nie gewusst hätten, dass sie überhaupt existieren. Schöne Landschaften umgaben uns und das Gefühl der absoluten Freiheit begleitete uns mit jedem Kilometer.
Am Abend suchten wir Feuerholz und entdeckten die verschiedenen Sternenbilder bvor wir in unsere Zelte krochen, hier mitten in der Natur.
Am nächsten Morgen grasten die Schafe neben uns und wir suchten unser Frühstück im nahegelegenen Waldstück- Trauben frisch gepflückt und deshalb lecker wie nie!
PS Für das Album wie immer einfach auf das Foto oben klicken
Perus Küste

Man kann nichts verkaufen, wenn man sein Produkt nicht genau kennt. Das dachte sich auch der Chef (Hugo) des Reiseveranstalters bei dem ich gerade mein Praktikum mache und so begleitete ich ihn einige Tage mit zwei österreichischen Touris. Eigentlich sollte ich die Rolle des Guides übernehmen, aber irgendwie wurde doch alles viel entspannter als gedacht.
Von Arequipa ging es mit meinem Chef auf ins siebzehn Stunden entfernte Lima, in die Hauptstadt Perus um am nächsten Morgen die beiden Österreicher am Flughafen zu empfangen. Keine Zeit zum Entspannen, keine Zeit um sich an die andere Zeitzone zu gewöhnen - Pauschaltouristen haben einen vollen Reiseplan.
Nach einer Stadttour durch Lima, die verschiedene Museumsbesuche beinhaltete, ging es weiter nach Pisco, also in die gleichnamige Stadt des bekannten alkoholischen Getränks. Man kann nicht in Pisco sein ohne diese leckere Flüssigkeit probiert zu haben. So ließen wir also den ersten Tag ausklingen.
Am nächsten Tag ging es dann auf die Islas Ballestas. Na ja, was heißt auf..eher an die Islas, denn man darf sie nicht betreten, nur umschiffen. Der Anblick dieses Naturreservates war atemberaubend und kann leider nicht auf den Fotos wiedergegeben werden. Solch eine Menge an Vögeln habe ich wohl noch nie gesehen. Die Sonne schien auf uns herab und ließ das Meer im schönsten Blau glitzern, die Seelöwen und Pinguine waren gerade auf Frühstücksfang. Einmalige Stimmung!
Nach diesem Erlebnis ging es weiter zu einem Weingut, na ja eigentlich einem Piscogut. Hier wurde uns erklärt wie aus den Trauben das in dieser Region so beliebte Getränk gemacht wird. Ohne anschließende Verkostung kann so eine Tour nicht enden „ Arriba, abajo, al centro, al dentro!“
Mit dem Bauch voller Pisco ging es auf eine Buggytour. Gut, dass ich vorher nicht wusste, was mich da wirklich erwartet. Man sitzt in einem Auto,das auf die wichtigsten Teile reduziert scheint und düst durch die Dünen der Wüste. Ich empfehle es übrigens niemandem nach einer Piscoverkostung diese Tour zu machen...
In der Wüste angekommen, schwangen sich dann alle aufs Brett um das „Sandboarding“ auszuprobieren. Rückentechnisch wohl eher ein Risiko, hielt ich mich lieber zurück und poste nur fürs Foto mal auf dem Brett ;)
Nach einige Museumsbesuchen mehr, einem leckeren Mittag an einem einsamen Strand und einer längeren Autofahrt, kamen wir in Nazca an. Hier befinden sich die bekannten Nazcalinien, geometrische, riesige Linien im Sand, die von oben betrachtet Figuren ergeben. Täglich starten kleine Flieger um die Touristen in die Höhen zu bringen aus der sie fleißig Fotos von den Figuren schießen können- all das zu einem Touri-Portemonnaie angepassten Preis, also absolut nicht in meinem Budget. So blieb ich auf der Erde während die beiden Österreicher durch die Luft schwirrten.
Am nächsten Tag ging es dann schon nach „Hause“, nach Arequipa und somit endete für mich die kleine Tour während die beiden Touristen noch einige Tage Peru vor sich hatten.
Dienstag, 5. April 2011
Breathtaking Bolivia
Hier unsere Reiseroute:
Es ging von Arequipa über die Grenze Desagadero nach La Paz. Von dort flogen wir nach Sucre, schließlich nahmen wir ein Taxi nach Potosi, den Bus nach Uyuni, den Zug nach Oruru, den Bus nach La Paz um dann mit Bus und Boot nach Copacabana zu fahren. Von dort ging es dann über die Grenze Kasani nach Peru und schließlich kamen wir nach zehn Tagen voller Erlebnisse wieder in Arequipa an.
La Paz, Death Road, Valle de la luna
Nach einer recht anstrengenden Busfahrt oder viel mehr nach einer langen Warterei an der Grenze in Desaguadero kamen wir in der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt an: La Paz.
Nachdem wir uns die Stadt ein bisschen angeschaut hatten, ging es am nächsten Tag ins “Valle de la luna” (Tal des Mondes). Landschaftlich ein wirkliches Highlight, so brauchten wir für die 45 min. Wanderung doch viel mehr Zeit um diese ruhige Umgebung wirklich vollkommen genießen zu können.
Hier einige Fotos:
Am nächsten Tag ging es dann auf die angeblich gefährlichste Straße der Welt, die sogenannte “Route de la muerta”. Hier passierten vor allem früher viele Unfälle mit Autos und Kleinbussen, da die Straße sehr kurvig und eng ist. Heute fahren vor allem Touris auf Mountainbikes die Straße durch eine atemberaubende Landschaft herunter.
So fuhr ich also 63 km Fahrrad- ohne jegliche Anstrengung, weil es eben nur bergab geht. So macht sogar mir Mountainbiking Spaß! Wir begangen unsere Fahrt auf etwa 4000 Meter und fuhren durch verschiedene Vegetationen, Wasserfälle, kleine Flüsse bis wir auf etwa 1000 Meter unsere Tour beendeten. Natürlich hatte ich das beste Fahrrad gewählt, mit hydraulischen Bremsen und besonderer Federung (Rückenfreundlich!).
Hier einige Eindrücke:

Potosi, Uyuni
Von Sucre ging es dann im Taxi (megabillig in Bolivien!) nach Potosi. Hierher kommen die meisten Touristen um sich eine Mine anzuschauen, in der noch heute so wie vor vielen Jahren gearbeitet wird. Die Arbeitsbedingungen sollen wohl erschreckend sein, nach einiger Recherche im Internet entschieden wir uns dann allerdings gegen diese Minenbesichtigung, da sie doch recht gefährlich ist. Stattdessen gingen wir ins Museum. Es ging dabei um die Münzherstellung in Potosi oder so, ich fand es leider nicht so spannend und kann deshalb darüber nicht viel sagen.

Auf der Busfahrt am Abend nach Uyuni blieb unser Bus dann im Nirgendwo stehen, technische Probleme. Nach kurzer Wartezeit unter schönstem Sternenhimmel ging die Fahrt dann nach Uyuni weiter, wo wir etwas verspätet mitten in der Nacht in unser dreckiges kleines Hostelzimmer eincheckten.
Am nächsten Tag ging es dann in den Salar de Uyuni, die größte Salzwüste der Welt. Es gibt 1- und 3- Tagestouren, wir entschieden uns für die kürzere.
Zunächst ging es zu einem Zugfriedhof mitten in der Wüste, dann kamen wir in den Salar. Durch die Regenfälle ist die Salzwüste zur Zeit mit Wasser bedeckt. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt - die Salzwüste wird zu einem großen Spiegel.
So sieht es im Salar aus:
Oruru, La Paz, Copacabana... und nach Hause
Nach unserer Salartour ging es noch in der Nacht mit dem Zug nach Oruru. Sehr bequeme Fahrt durch eine sehr schöne Landschaft. Das Ruckeln des Zuges wiegte uns in den Schlaf und so kamen wir am nächsten Morgen erholt in Oruru an. Ein kleiner Ort,der touristisch nicht sonderlich interessant ist und so nahmen wir nach einer kleinen Pause in der Sonne den Bus nach La Paz.
Nach einer Nacht in La Paz fuhren wir dann weiter nach Copacabana. Die Fahrt dorthin führte uns am und über den größten beschiffbaren See der Welt- den Titikakasee.
In Copacabana liehen wir uns dann ein Motorrad um die Umgebung ein wenig zu erkunden. Vorbei an Schafen, Schweinen und Lamas ging es zu dem Baño del Inka (Inkabad) und zu den nahegelegenen Schilfinseln.

Am letzten Tag ging es dann über die Grenze Kasani nach Puno und schließlich kamen wir nach zehn unvergesslichen Tagen wieder in Arequipa an.
Fazit: Bolivien ist beeindruckend schön, stellenweise noch überraschend unberührt und das Reisen ist so angenehm günstig. Unsere zehn Tage gingen leider viel zu schnell vorbei...
Sonntag, 20. Februar 2011
Abstecher Chile

Zuerst einmal die wohl wichtigste Nachricht: Mir geht es gut.
Nachdem am Freitag in den Nachrichten gemeldet wurde, dass in Peru auf dem Weg nach Cusco nach Arequipa ein Bus verunglueckt ist und 5 Menschen gestorben sind, darunter eine 23 jaehrige Franziska aus Deutschland, erreichten mich viele besorgte Nachrichten, ob es mir gut ginge.
Wirklich schlimm, was da passiert ist und wahrscheinlich lag es daran, dass der Bus nicht mehr einwandfrei in Ordnung war. Franziska reiste mit ihrem Freund durch Peru, beide waren auf dem Weg nach Arequipa, er hat das Unglueck ueberlebt, sie starb am Freitag.
Da meine Erkaeltung es nicht zuliess, dass ich wie geplant zwei deutsche Touristen am Wochenende auf ihrer Tour begleite, musste ein Alternativplan her.
So sind wir, d.h. Hugo, Lizbeth, ihr Sohn Geraldo, Sarah, Malgo, Tim und ich nach Ilo gefahren, ein Kuestenort im Sueden Perus, Dort haben wir fuer einige Tage bei der Familie Hugos gewohnt und sind so von der Kaelte Arequipas in die Hitze Ilos geflohen.
Am Samstag sind wir Praktikanten von Ilo nach Tacna gereist. Leider wurde auf der Busfahrt Tims Tasche und somit auch sein Reisepass geklaut. Ich kann somit nicht so viel ueber Tacna sagen, ausser das die Polizeistation dort ziemlich klein ist und dass sich vor der Polizeistation eine schoene Kirche befindet.
Tim reiste also wieder zurueck nach Ilo waehrend wir Maedels uns auf den Weg nach Arica, Chile, machten. Nachdem dieser Tag nun schon turbulent genug war, hatte ich einige Probleme an der Grenze. Man braucht in Peru nicht nur das Visum im Reisepass braucht sondern zusaetzlich noch einen Zettel, den man bei der Einreise bekommen hatte. Den hatte ich natuerlich nicht mit. Nach einigen Diskussionen und etwas Glueck konnte ich dann aber doch in Chile einreisen.
In Arica angekommen, ging nun die Zimmersuche los. Da in der Stadt gerade der Karneval der Anden stattfand, war dementsprechend so ziemlich alles ausgebucht. Schon etwas muede von den Erlebnissen des Tages, fanden wir dann schliesslich doch ein sehr schoenes Hotel, direkt am Wasser mit Merrblick vom Balkon aus. Nachdem wir etwas um den Preis des Zimmers gehandelt hatten, wollten wir am Abend bezahlen. Als ob wir diesen Tag nicht schon genug Probleme gehabt haetten, fing der Rezeptionist nun an mit uns ueber den Zimmerpreis zu streiten. Nach einigen Telefongespraechen mit dem Besitzer und Diskussionen mit dem Typen im Hotel bekamen wir dann doch das Zimmer zu dem von uns angepeilten Preis. Aber was fuer ein Kampf und was machen eigentlich die Leute, die kein Spanisch sprechen..?
Am Abend und am Sonntag haben wir dann die Parade des Karnevals genossen- mit all seinen Trachten, Taenzen, Farben... wunderschoen!
Sonntag ging es dann zurueck nach Il,o wo wir die folgenden Tage ein wenig die Stadt entdeckt haben, eine Bootsfahrt gemacht haben und die Sonne am Strand genossen haben.
Gestern habe ich die Umgebung Arequipas kennengelernt. Es gibt viele sehr traditionelle Doerfer, wo man Terassen aus der Inkazeit findet, die noch heute von den Dorfbewohnern zur Landwirtschaft genutzt werden. Ausserdem haben wir eine Tour aufm Pferd gemacht, sehr schoen, auch wenn mein Pferd eher darauf konzentriert war jeden Grasbueschel in sich hineinzufuttern anstatt sich zu bewegen..
Gestern Abend haben wir dann den Abschied von Julie gefeiert- sie fliegt heute zurueck nach Frankreich. Wir waren in einer lokalen Disko, dementsprechend anstrengend war der Abend fuer uns Blondinen. Naechstes Mal geht es dann doch wieder in eine Touri- Disko ;)
Dienstag, 8. Februar 2011
11 Grad und den Koffer voller Sommerklamotten..

..so ist das, wenn man seinen Plan aendert. Statt mein Praktikum in Costa Rica zu machen, bin ich jetzt in Peru angekommen. Statt 30 Grad sind dann hier auch nur noch 11 Grad.
Montag, 10. Januar 2011
Weihnachten, Cuenca, Neujahr

...es ist wieder viel passiert seit meinem letzten Beitrag :)
Weihnachten war dieses Jahr mal ganz anders. Die Sonne schien ironischerweise gerade am 24.12. besonders stark und so musste ich mich wirklich oefter selbst daran erinnern,dass Heiligabend ist.
Joe und ich hatten das Glueck, dass uns eine Freundin von ihm zum Weihnachtsessen mit ihrer Familie eingeladen hatte. Somit konnten wir das ecuadorianische Weihnachten hautnahe miterleben.
Man hat ja keine Ahnung wie andere Laender feiern, so fragten wir uns schon, ob bei der Einladung von ihr nun zehn Uhr morgens oder abend gemeint war. Wie sich herausstellte, feiern die Ecuadorianer sehr spaet am Abend Weihnachten.
So tauchten wir um kurz nach 22Uhr bei der Freundin auf und wurden begruesst- von einer herzlichen Familie, einem schoen geschmueckten Tannenbaum (endlich mal einer, der nicht wie wild blinkt) und einer Weihnachtskrippe (huebsch mit M&Ms Lichterkette geschmueckt).
Zwar wird Weihnachten wie in Deutschland in der Familie gefeiert, aber irgendwie war es anders... Man sass nicht zusammen und unterhielt sich, irgendwie lief alles so verteilt ab. Hier sass jemand, dort war jemand und jeder beschaeftigte sich so fuer sich. Auch wenn Weihnachten keine grosse Bedeutung fuer mich hat, so fand ich das schon irgendwie schade..
Das Essen war allerdings grossartig. Es gab Reis (natuerlich!) mit Truthahn, das traditionelle Essen zu Weihnachten. Danach habe ich mir noch Kuchen und Schokoplaetzchen schmecken lassen. Wir sassen lange am Tisch, haben gegessen und uns unterhalten, aber irgendwie lief dann die Bescherung auch wieder so getrennt ab. Einige hatten schon ihre Geschenke, andere bekamen sie gerade so nebenbei und irgendwann tauschten auch wir unsere Geschenke aus. Gegen 2 Uhr schlief die Tante schon beim Reden ein und wir machten uns auf den Weg nach Hause um uns am naechsten Morgen das naechste Weihnachtsessen schmecken zu lassen.
Am ersten Weihnachtstag waren wir bei der Familie, bei der Joe anfangs fuer einige Zeit gewohnt hatte. Hier wurden wir wirklich sehr herzlich aufgenommen und ich habe mich richtig wohl gefuehlt. Die Familie ist wirklich sehr nett und die Mutter hatte gekocht. Nach einer leckeren Kaesesuppe gab es auch hier leckeren Truthahn. Nach dicker Torte ruhten wir uns aus um fit zu sein fuer unsere Reise...
Joe hatte zwischen Weihnachten und Silvester frei und so machten wir uns auf nach Cuenca, etwa 5 Busstunden von Guayaquil entfernt. Nachdem viele Ecuadorianer uns vor der Busreise gewarnt hatten, hatte ich eine Horrorfahrt erwartet, aber es war alles andere..
Natuerlich habe ich mich schon an den etwas speziellen Fahrstil der Ecuadorianer gewoeht, so konnte ich die schoene Bilderbuchlandschaften geniessen.
Cuenca war wirklich schoen. Also, wirklich wirklich schoen. Etwas fuers Auge. Architektur, kleine suesse Strassen mit noch suesseren Haeusern und Restaurants.
Cuenca ist die drittgroesste Stadt Ecuadors, aber es ist so viel ruhiger und schoener als Guayaquil. Man konnte mal wieder richtig durchatmen, und das kann man woertlich nehmen. Die Stadt liegt auf 2.550 Meter, die Luft ist richtig frisch, aber natuerlich auch super kalt. Nach einigen Monaten in absoluter Waerme habe ich wirklich gefroren. Ich hatte eigentlich alles einigermassen Warme an,was ich nur hatte...
4 Tage blieben wir in Cuenca, so hatten wir ein wenig Zeit die Stadt kennenzulernen... die vielen Kirchen und die huebschen Gebaeude, aber auch die Restaurants. Wir fanden zwei oesterreichische Gaststaetten und liessen es uns schmecken. Mittagstisch fuer vier Dollar und dafuer endlich mal eine lecke Suppe mit Kartoffeln und vor allem Gulasch mit Kartoffeln, yammi:)
Am dritten Tag sind wir von Cuenca aus nach Inka Pirca gefahren, alte Inkaruinen. Es war ganz interessant, ich hatte es mir aber doch noch spannender vorgestellt, da ausser des Sonnentempels doch nur alles nachgebaut war. Aber die Landschaft war atemberaubend. Grasende Kuehe, frisches gruenes Gras, endlose Blicke.. fast ein wenig wie in den Alpen.
Auf dem Rueckweg von Cuenca nach Guayaquil haben wir noch an einem National Park Halt gemacht,der auf unserem Weg lag. Wir hatten nur zwei Stunden Zeit bis der Bus nach Guayaquil kommen wuerde, somit suchten wir uns einen kurzen Wanderweg aus. Bei frischer Luft und bestem Wetter machten wir uns auf. Schenll wurde klar, dass die Luft hier doch noch um einiges duenner ist und so war es recht anstrengend. Ganz ploetzlich aenderte sich dann noch das Wetter. Starker Regen prasselte nur so auf uns runter... Da half kaum noch die Regenjacke. Wir machten also notgedrungen Kehrt und zogen uns die einzigen trockenen Klamotten an, die wir noch hatten. Ein Wunder, dass der Busfahrer so ueberhaupt fuer uns angehalten hatte.
Nach endlosem Hin und Her und doch Unschluessigsein was wir nun Silvester machen, fanden wir uns am 31.12. am Busterminal in Guayaquil wieder mit dem Plan nach Montanita zu fahren, eines der schoensten und bekanntesten Kuestendoerfer in Ecuador.
Was wir dort am Busterminal erlebten, kann ich leider kaum in Worte fassen. Ganz Guayaquil schien Reiseplaene zu haben, die Schlange schien endlos und es wurden sogar schon Wellenbrecher aufgestellt um die Masse zu lenken. Selbst das Fernsehen war vor Ort und berichtete von den Menschenmassen, ueberall Ecuadorinaer und irgendwo dazwischen die blonde Deutsche. Natuerlich werde ich angesprochen um ein Interview zu geben...
Mit der Aussicht vielleicht nicht einmal mehr ein Busticket zu ergattern, geschweige denn eine Unterkunft in Montanita zu bekommen, aenderten wir spontan unseren Plan und gingen zu einem leeren Busterminal. So sassen wir kurze Zeit spaeter in den Bus Richtung Playas, irgendwer hatte uns doch auch gesagt, dass es dort echt schoen sein soll und weit weg ist es auch nicht.
Dort angekommen sinkt meine Stimmung rapide, die Luft ist dreckig, die Stadt ist laut, die Menschen sind unfreundlich und der Strand nicht wirklich schoen. Hier Silvesterfeiern kommt einfach nicht in Frage, als uns dann noch erzaehtl wird, dass es wirklich gefaehrlich dort ist, sehen wir es ein. Hier koennen wir einen Tag am Strand verbringen, mehr nicht. Am Silvesterabend fahren wir also wieder nach Guayaquil. Eher ein Tag, an dem alles schief gelaufen ist, vielleicht waren wir diesmal einfach zu spontan gewesen.
So kommen wir 22Uhr abends wieder in Guayaquil an, setzen uns auf Joes Dachterrasse und schauen uns das Feuerwerk ueber den Daechern Guayaquils an. Es gibt hier die Tradition,dass die Ecuadorianer zu Silvester Puppen ("viejos") anzuenden um all das Schlechte des alten Jahres zu verbrennen. Diese Figuren koennen richtig gross sein (ich hab welche gesehen von einigen Metern Groesse), leider haben wir durch unser Hin und Her eher weniger von dieser Tradition mitbekommen.
Ich habe uebrigens jetzt meinen Flug nach Peru gebucht. Eigentlich hatte ich urspruenglich geplant den Weg von Guayaquil nach Arequipa im Bus zurueck zulegen, aber das waeren etwa 40 Stunden Fahrt und dann wohl doch etwas zu anstrengend.
Nun fliege ich am 20.01. von Guayaquil nach Lima und nehme von dort den Bus nach Arequipa, der dann auch noch 15 Stunden braucht.
Mir bleiben als noch zwei Wochen in Ecuador und wie immer verfliegt die Zeit...

