
Zuerst einmal die wohl wichtigste Nachricht: Mir geht es gut.
Nachdem am Freitag in den Nachrichten gemeldet wurde, dass in Peru auf dem Weg nach Cusco nach Arequipa ein Bus verunglueckt ist und 5 Menschen gestorben sind, darunter eine 23 jaehrige Franziska aus Deutschland, erreichten mich viele besorgte Nachrichten, ob es mir gut ginge.
Wirklich schlimm, was da passiert ist und wahrscheinlich lag es daran, dass der Bus nicht mehr einwandfrei in Ordnung war. Franziska reiste mit ihrem Freund durch Peru, beide waren auf dem Weg nach Arequipa, er hat das Unglueck ueberlebt, sie starb am Freitag.
Da meine Erkaeltung es nicht zuliess, dass ich wie geplant zwei deutsche Touristen am Wochenende auf ihrer Tour begleite, musste ein Alternativplan her.
So sind wir, d.h. Hugo, Lizbeth, ihr Sohn Geraldo, Sarah, Malgo, Tim und ich nach Ilo gefahren, ein Kuestenort im Sueden Perus, Dort haben wir fuer einige Tage bei der Familie Hugos gewohnt und sind so von der Kaelte Arequipas in die Hitze Ilos geflohen.
Am Samstag sind wir Praktikanten von Ilo nach Tacna gereist. Leider wurde auf der Busfahrt Tims Tasche und somit auch sein Reisepass geklaut. Ich kann somit nicht so viel ueber Tacna sagen, ausser das die Polizeistation dort ziemlich klein ist und dass sich vor der Polizeistation eine schoene Kirche befindet.
Tim reiste also wieder zurueck nach Ilo waehrend wir Maedels uns auf den Weg nach Arica, Chile, machten. Nachdem dieser Tag nun schon turbulent genug war, hatte ich einige Probleme an der Grenze. Man braucht in Peru nicht nur das Visum im Reisepass braucht sondern zusaetzlich noch einen Zettel, den man bei der Einreise bekommen hatte. Den hatte ich natuerlich nicht mit. Nach einigen Diskussionen und etwas Glueck konnte ich dann aber doch in Chile einreisen.
In Arica angekommen, ging nun die Zimmersuche los. Da in der Stadt gerade der Karneval der Anden stattfand, war dementsprechend so ziemlich alles ausgebucht. Schon etwas muede von den Erlebnissen des Tages, fanden wir dann schliesslich doch ein sehr schoenes Hotel, direkt am Wasser mit Merrblick vom Balkon aus. Nachdem wir etwas um den Preis des Zimmers gehandelt hatten, wollten wir am Abend bezahlen. Als ob wir diesen Tag nicht schon genug Probleme gehabt haetten, fing der Rezeptionist nun an mit uns ueber den Zimmerpreis zu streiten. Nach einigen Telefongespraechen mit dem Besitzer und Diskussionen mit dem Typen im Hotel bekamen wir dann doch das Zimmer zu dem von uns angepeilten Preis. Aber was fuer ein Kampf und was machen eigentlich die Leute, die kein Spanisch sprechen..?
Am Abend und am Sonntag haben wir dann die Parade des Karnevals genossen- mit all seinen Trachten, Taenzen, Farben... wunderschoen!
Sonntag ging es dann zurueck nach Il,o wo wir die folgenden Tage ein wenig die Stadt entdeckt haben, eine Bootsfahrt gemacht haben und die Sonne am Strand genossen haben.
Gestern habe ich die Umgebung Arequipas kennengelernt. Es gibt viele sehr traditionelle Doerfer, wo man Terassen aus der Inkazeit findet, die noch heute von den Dorfbewohnern zur Landwirtschaft genutzt werden. Ausserdem haben wir eine Tour aufm Pferd gemacht, sehr schoen, auch wenn mein Pferd eher darauf konzentriert war jeden Grasbueschel in sich hineinzufuttern anstatt sich zu bewegen..
Gestern Abend haben wir dann den Abschied von Julie gefeiert- sie fliegt heute zurueck nach Frankreich. Wir waren in einer lokalen Disko, dementsprechend anstrengend war der Abend fuer uns Blondinen. Naechstes Mal geht es dann doch wieder in eine Touri- Disko ;)
