Sonntag, 20. Februar 2011

Abstecher Chile



Zuerst einmal die wohl wichtigste Nachricht: Mir geht es gut.

Nachdem am Freitag in den Nachrichten gemeldet wurde, dass in Peru auf dem Weg nach Cusco nach Arequipa ein Bus verunglueckt ist und 5 Menschen gestorben sind, darunter eine 23 jaehrige Franziska aus Deutschland, erreichten mich viele besorgte Nachrichten, ob es mir gut ginge.

Wirklich schlimm, was da passiert ist und wahrscheinlich lag es daran, dass der Bus nicht mehr einwandfrei in Ordnung war. Franziska reiste mit ihrem Freund durch Peru, beide waren auf dem Weg nach Arequipa, er hat das Unglueck ueberlebt, sie starb am Freitag.


Da meine Erkaeltung es nicht zuliess, dass ich wie geplant zwei deutsche Touristen am Wochenende auf ihrer Tour begleite, musste ein Alternativplan her.

So sind wir, d.h. Hugo, Lizbeth, ihr Sohn Geraldo, Sarah, Malgo, Tim und ich nach Ilo gefahren, ein Kuestenort im Sueden Perus, Dort haben wir fuer einige Tage bei der Familie Hugos gewohnt und sind so von der Kaelte Arequipas in die Hitze Ilos geflohen.

Am Samstag sind wir Praktikanten von Ilo nach Tacna gereist. Leider wurde auf der Busfahrt Tims Tasche und somit auch sein Reisepass geklaut. Ich kann somit nicht so viel ueber Tacna sagen, ausser das die Polizeistation dort ziemlich klein ist und dass sich vor der Polizeistation eine schoene Kirche befindet.

Tim reiste also wieder zurueck nach Ilo waehrend wir Maedels uns auf den Weg nach Arica, Chile, machten. Nachdem dieser Tag nun schon turbulent genug war, hatte ich einige Probleme an der Grenze. Man braucht in Peru nicht nur das Visum im Reisepass braucht sondern zusaetzlich noch einen Zettel, den man bei der Einreise bekommen hatte. Den hatte ich natuerlich nicht mit. Nach einigen Diskussionen und etwas Glueck konnte ich dann aber doch in Chile einreisen.

In Arica angekommen, ging nun die Zimmersuche los. Da in der Stadt gerade der Karneval der Anden stattfand, war dementsprechend so ziemlich alles ausgebucht. Schon etwas muede von den Erlebnissen des Tages, fanden wir dann schliesslich doch ein sehr schoenes Hotel, direkt am Wasser mit Merrblick vom Balkon aus. Nachdem wir etwas um den Preis des Zimmers gehandelt hatten, wollten wir am Abend bezahlen. Als ob wir diesen Tag nicht schon genug Probleme gehabt haetten, fing der Rezeptionist nun an mit uns ueber den Zimmerpreis zu streiten. Nach einigen Telefongespraechen mit dem Besitzer und Diskussionen mit dem Typen im Hotel bekamen wir dann doch das Zimmer zu dem von uns angepeilten Preis. Aber was fuer ein Kampf und was machen eigentlich die Leute, die kein Spanisch sprechen..?

Am Abend und am Sonntag haben wir dann die Parade des Karnevals genossen- mit all seinen Trachten, Taenzen, Farben... wunderschoen!

Sonntag ging es dann zurueck nach Il,o wo wir die folgenden Tage ein wenig die Stadt entdeckt haben, eine Bootsfahrt gemacht haben und die Sonne am Strand genossen haben.

Gestern habe ich die Umgebung Arequipas kennengelernt. Es gibt viele sehr traditionelle Doerfer, wo man Terassen aus der Inkazeit findet, die noch heute von den Dorfbewohnern zur Landwirtschaft genutzt werden. Ausserdem haben wir eine Tour aufm Pferd gemacht, sehr schoen, auch wenn mein Pferd eher darauf konzentriert war jeden Grasbueschel in sich hineinzufuttern anstatt sich zu bewegen..

Gestern Abend haben wir dann den Abschied von Julie gefeiert- sie fliegt heute zurueck nach Frankreich. Wir waren in einer lokalen Disko, dementsprechend anstrengend war der Abend fuer uns Blondinen. Naechstes Mal geht es dann doch wieder in eine Touri- Disko ;)

Dienstag, 8. Februar 2011

11 Grad und den Koffer voller Sommerklamotten..


..so ist das, wenn man seinen Plan aendert. Statt mein Praktikum in Costa Rica zu machen, bin ich jetzt in Peru angekommen. Statt 30 Grad sind dann hier auch nur noch 11 Grad.
Aber da ich so lange nicht gepostet habe, vervollstaendige ich erst einmal meinen Ecuadoraufenhalt.
Meine letzten Tage in Ecuador verflogen so schnell. Ich war mit Joe in Montania, der Partyhochburg Ecuadors. Ein kleines Kuestendorf, das sich als Reiseziel vieler Partyverrueckter entwickelt hat. Party so ziemlich rund um die Uhr, Alkohol trinken auf den Strassen, Surfer am Strand. Welcome to Montanita! ;)
Nachdem wir Samstag uns unter die Partymeute gemischt haben, haben wir dann am Sonntag den ruhigen Tsrand im Nachbardorf Olon genossen
Montag dann noch einmal kurz am Strand von Montanita gechillt und dann zum Bus gelaufen um noch nach Guayaquil zu kommen- Joes Uni hat leider gerufen.
Einige Tage spaeter ging es dann aber wieder auf Reisen, auf eine Art Klassenfahrt mit Joes Kurs. Donnerstag Nacht losgefahren und naechsten Morgen verschlafen in einem kleinen Dorf angekommen, das bekannt ist fuer die Goldsuche, gab es erst ma Furehstueck. Aber ordentlich! Morgens um 7Uhr also erst einmal ein Stueck Fleisch gefruehstueckt, aber man musste ja fit sein fuer alles was noch kommt. Nach einer Stadtfuehrung ging es weiter zu einem Aussichtspunkt.
Leider kann ich die ganzen Ausflugsziele dieser Reise nicht mehr nachvollziehen, aber das Programm war straff. 4 Tage, 3 Naechte, das Programm lass sich aber eher wie ein 10 Tage Programm.
So kam es, dass wir die meiste Zeit doch irgendwie nur im Bus sassen um 2 Stunden zu irgendeiner Stadt zu fahren, wo wir dann 15 Minuten Zeit hatten uns alles anzugucken. Einigen Programmpunkte mussten auch wegfallen und trotzdem kamen wir Sonntagnacht statt um 22Uhr um 4Uhr morgens in Guayaquil wieder an.
Fazit:Eine interessante Reise, aber eben vor allem anstrengend.
Montag und Dienstag haben wir dann noch einmal die Zeit genutzt ein wenig durch Guayaquil zu bummeln und wir waren in unserem Stammlokal essen, wo der kubanische Kellner mir ein Abschiedslied sang. :)
Mittwoch in der Frueh ging dann mein Flug von Guayaquil nach Lima. Am Nachmittag hat mich mein persoenlicher Lieblingstaxifahrer Limas, José, zum Busterminal gefahren. ;) Die Nacht im Bus verbracht und am nächsten Morgen kurz vor Arequipa aufgewacht, wo ich von dem Chef meines Praktikumsbetriebs erwartet wurde.
Nun bin ich also hier in Arequipa und mache fuer die naechsten Monate mein Praktikum. Mit mir arbeiten zur Zeit noch 4 andere Praktikanten, 3 Franzosen und eine Polin. 5 Praktikanten- das heisst es wird nie langweilig.
Peru gefaellt mir super, nach der gruenen Endlosigkeit Costa Rica, sehe ich hier jetzt etwa wuestenaehnliche Landschaften. Und Peru hat eine Vielzahl an Kartoffelarten. Also keine Frage, Peru ist mein Land! ;)
Mit den anderen geh ich abend oefter mal weg, in eine der kleinen niedlichen Bars Arequipas oder mal ins Kino.
Leider bin ich zur Zeit etwas krank, so wie irgendwie jeder hier. Seitdem ich hier bin ist es grau, regnerisch und kalt. Ohne Sonne uebrigens auch kein warmes Wasser zum Duschen...
Man sagt Mitte Maerz soll es besser werden. Ich hoffe doch darauf!
Die Taetigkeiten im Praktiukum gefallen mir ganz gut, ein wneig Kundenkontakt, ein wenig an der Homepage basteln, ein wenig uebersetzen.
Donnerstag hole ich dann meine ersten Gaeste zusammen mit Hugo, meinem Chef, vom Flughafen ab. Transport ins Hostel und alle Finanzen klaeren, da ich sie dann Freitag und Samstag auf eine Tour begleiten werde. Ich glaub das wird ganz cool, aber dafuer muss ich erst einmal wieder ganz gesund werden. Deswegen arbeite ich heute nicht sondern kuschel mich ins Bett.