Dienstag, 5. April 2011

Breathtaking Bolivia

Zehn Tage hatten Joe und ich Zeit das wunderschöne Bolivien für uns zu entdecken und es wurde eine Reise der Extreme: Wir waren in der höchstgelegene Hauptstadt der Welt, auf der gefährlichsten Straße, in der höchstgelegenen Großstadt, in der größten Salzwüste und bei dem höchstgelegenen beschiffbaren See der Welt.

Hier unsere Reiseroute:

Es ging von Arequipa über die Grenze Desagadero nach La Paz. Von dort flogen wir nach Sucre, schließlich nahmen wir ein Taxi nach Potosi, den Bus nach Uyuni, den Zug nach Oruru, den Bus nach La Paz um dann mit Bus und Boot nach Copacabana zu fahren. Von dort ging es dann über die Grenze Kasani nach Peru und schließlich kamen wir nach zehn Tagen voller Erlebnisse wieder in Arequipa an.


La Paz, Death Road, Valle de la luna
Nach einer recht anstrengenden Busfahrt oder viel mehr nach einer langen Warterei an der Grenze in Desaguadero kamen wir in der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt an: La Paz.
Nachdem wir uns die Stadt ein bisschen angeschaut hatten, ging es am nächsten Tag ins “Valle de la luna” (Tal des Mondes). Landschaftlich ein wirkliches Highlight, so brauchten wir für die 45 min. Wanderung doch viel mehr Zeit um diese ruhige Umgebung wirklich vollkommen genießen zu können.
Hier einige Fotos:

 

Am nächsten Tag ging es dann auf die angeblich gefährlichste Straße der Welt, die sogenannte “Route de la muerta”. Hier passierten vor allem früher viele Unfälle mit Autos und Kleinbussen, da die Straße sehr kurvig und eng ist. Heute fahren vor allem Touris auf Mountainbikes die Straße durch eine atemberaubende Landschaft herunter.
So fuhr ich also 63 km Fahrrad- ohne jegliche Anstrengung, weil es eben nur bergab geht. So macht sogar mir Mountainbiking Spaß! Wir begangen unsere Fahrt auf etwa 4000 Meter und fuhren durch verschiedene Vegetationen, Wasserfälle, kleine Flüsse bis wir auf etwa 1000 Meter unsere Tour beendeten. Natürlich hatte ich das beste Fahrrad gewählt, mit hydraulischen Bremsen und besonderer Federung (Rückenfreundlich!).
Hier einige Eindrücke:

 
 
Sucre
Zum Glück hatten wir vorher einen recht günstigen Flug von La Paz nach Sucre gefunden, so blieb uns die lange Busfahrt erspart. In La Paz am Flughafen sagte man uns dann,dass der Flug zwar starten würde jedoch nur ohne Gepäck, da die Startbahn durch starke Regenfälle sehr nass war und man nun nur mit weniger Gewicht fliegen könne. Nach einem kurzen Gespräch mit einem Fluggesellschaftsmitarbeiter, ein wenig Hoffen und mit viel Glück konnten wir unser Gepäck dann doch in Sucre in Empfang nehmen - damit gehörten wir allerdings zur Minderheit.
In Sucre hatten wir ein tolles, aber billiges Hostel, konnten gut, aber eben auch billig schlemmen, durch die schöne Altstadt schlendern und echte Dinosaurierfußspuren sehen.
Im deutschen Kulturzentrum fühlten wir uns dann kurz in die Heimat zurückgesetzt - viele Deutsche, deutsches Essen, deutsche Bibliothek.. für einen Moment auch mal wieder schön!



Potosi, Uyuni

Von Sucre ging es dann im Taxi (megabillig in Bolivien!) nach Potosi. Hierher kommen die meisten Touristen um sich eine Mine anzuschauen, in der noch heute so wie vor vielen Jahren gearbeitet wird. Die Arbeitsbedingungen sollen wohl erschreckend sein, nach einiger Recherche im Internet entschieden wir uns dann allerdings gegen diese Minenbesichtigung, da sie doch recht gefährlich ist. Stattdessen gingen wir ins Museum. Es ging dabei um die Münzherstellung in Potosi oder so, ich fand es leider nicht so spannend und kann deshalb darüber nicht viel sagen.



Auf der Busfahrt am Abend nach Uyuni blieb unser Bus dann im Nirgendwo stehen, technische Probleme. Nach kurzer Wartezeit unter schönstem Sternenhimmel ging die Fahrt dann nach Uyuni weiter, wo wir etwas verspätet mitten in der Nacht in unser dreckiges kleines Hostelzimmer eincheckten.

Am nächsten Tag ging es dann in den Salar de Uyuni, die größte Salzwüste der Welt. Es gibt 1- und 3- Tagestouren, wir entschieden uns für die kürzere.
Zunächst ging es zu einem Zugfriedhof mitten in der Wüste, dann kamen wir in den Salar. Durch die Regenfälle ist die Salzwüste zur Zeit mit Wasser bedeckt. Man fühlt sich wie in einer anderen Welt - die Salzwüste wird zu einem großen Spiegel.
So sieht es im Salar aus:

 

Oruru, La Paz, Copacabana... und nach Hause
Nach unserer Salartour ging es noch in der Nacht mit dem Zug nach Oruru. Sehr bequeme Fahrt durch eine sehr schöne Landschaft. Das Ruckeln des Zuges wiegte uns in den Schlaf und so kamen wir am nächsten Morgen erholt in Oruru an. Ein kleiner Ort,der touristisch nicht sonderlich interessant ist und so nahmen wir nach einer kleinen Pause in der Sonne den Bus nach La Paz.
Nach einer Nacht in La Paz fuhren wir dann weiter nach Copacabana. Die Fahrt dorthin führte uns am und über den größten beschiffbaren See der Welt- den Titikakasee.
In Copacabana liehen wir uns dann ein Motorrad um die Umgebung ein wenig zu erkunden. Vorbei an Schafen, Schweinen und Lamas ging es zu dem Baño del Inka (Inkabad) und zu den nahegelegenen Schilfinseln.



Am letzten Tag ging es dann über die Grenze Kasani nach Puno und schließlich kamen wir nach zehn unvergesslichen Tagen wieder in Arequipa an.

Fazit: Bolivien ist beeindruckend schön, stellenweise noch überraschend unberührt und das Reisen ist so angenehm günstig. Unsere zehn Tage gingen leider viel zu schnell vorbei...

2 Kommentare:

  1. wunderschoener bericht. und wieder ist ein reiseziel auf der liste vermerkt :)

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  2. Vor allem deine Fotos sind immer großartig! Besonders beeindruckend war hier natürlich die Salzwüste. Aber... was machen eigentlich die alten Bahnen da? Sieht ja interessant aus. ;)

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