
Wo ist die Zeit geblieben? Die letzten fuenf Monate scheinen im Fluge vergangen zu sein.. Die letzten Hausarbeiten wurden abgegeben, die letzten Pruefungen abgelegt, alle Kurse bestanden.. Uni ist vorbei in Costa Rica!
Das Ende des Semsters wurde dann natuerlich kraeftig gefeiert. Bei Kommilitonen wurde sich getroffen und der letzte Abend in dieser Runde zusammen verbracht. Lustig wars auf jeden Fall,man hat schon einige liebe Menschen kennengelernt.
Nach der Party um 3Uhr nachts sind wir (steffi,Mandy und ich) und 2 Kommilitonen dann Richtung Limon aufgebrochen. Es lagen also gute 8 Stunden Busfahrt vor uns..
Da die beiden Typen (Waldin und Gerardo) dort beim Canopy arbeiten, hatten wir das Glueck mit ihnen kostenlos eine Tour zu machen (sonst kostet das 100 Dolllar..verrueckt!).
Nach einem langen und anstrengend Aufmarsch wurden wir mit einem herrlichen Blick ueber die Stadt Limon belohnt, ausserdem gab es Bananen frisch vom Baum gepflueckt als kleine Staerkung. Ich wuerde sagen, die besten Bananen, die ich wohl je gegessen habe!?
Dann ging es ueber einige Leinen wieder abwaerts. Da ich ja schon einmal die Moeglichkeit hatte Canopy zu machen, war es nicht mehr ganz so Nervenkitzel wie beim ersten Mal, Spass hatten wir aber auf jeden Fall.
Danach ging es schnell in den Supermarkt, Eindecken mit dem Noetigsten. Wir Maedels hatten keine Vorstellung was uns als naechstes genau erwartet, aber kurze Zeit spaeter sassen wir schon in einem Boot Richtung einsame Insel vorm Hafen Limons. Dort angekommen,war es leider schon so dunklen,dass man nicht mehr viel erkennen konnte- aber so viel gab es da ja auch nicht. Es gibt lediglich ein Haus, was von einem Mann und seinen Tieren bewohnt wird. Er ist eine Art Waechter des Gebaeudes,was spaeter einmal als Museum genutzt werden soll.
Den Abend sassen wir dann auf dieser Insel, unter Sternenhimmel mit Blick auf Limons Hafen und mehr brauchte man auch nicht. Es war wirklich so schoen!
Der Mann hatte uns angeboten,dass wir alle in seinem Haus schlafen koennen,allerdings hatten wir uns die Raeume mal angeschaut und uns dann doch dazu entschlossen erst einmal es zu versuchen unter Sternenhimmle zu schlafen. Irgendwann mitten in der Nacht sind wir dann aber bibbernd aufgewacht (Limon ist eben viel kaelter als Liberia und auf si einer einsamen Insel gibt es ja auch nicht so viel Windschutz..) und haben uns doch fuer das Haus entschieden. Da es dunkel war, konnten wir die Kakarlaken um uns herum wenigstens nicht sehen. Es war eher eine kurze Nacht unter diesen Umstaenden und so sind wir dann mit Sonnenaufgang raus in die Sonne und haben gefruehstueckt. Es war schon eeher so ein Back-to-the-roots- feeling dort. So ohne Duschen, nur Natur um uns herum sassen wir dort und zerschnitten unsere Fruehstuecksfruechte mit dem Taschenmesser.. Danach gab es noch Kraeutertee vom Waechter, frisch gepfluckte Bananen und Kokosnuss. Als die Sonne genug Helligkeit spendete sind wir dann also aufgebrochen zu einer kleinen Inselbesichtigung- klein aber schoen.
Am Morgen ging es dann wieder mit dem Boot zurueck in die Stadt- ziemlich haesslich und auch eher gefaehrlich. Somit entschlossen wir uns dann weiter zu fahren nach Cahuita.
Ein kleines Dorf, etwa 3 Stunden Busfahrt entfernt, direkt an der Karibikkueste. Dort haben wir uns dann einen Tag im Nationalpark am Strand gegoennt (wenn man die Tricks kennt,muss man auch kein Eintritt bezahlen).
Naechsten Tag ging es dann ins naechste Dorf, ein wneig groesser,ein wenig mehr Touri: Puerto Viejo. Dort haben wir Maedels in einem kleinen Bungalow gewohnt,nur wneige Meter vom Wasser entfernt. Nachdem wir auch dort einfach nur faul am Strand rumlagen,ging es leider auch schon wieder zurueck nach Liberia.
Das war wirklich ein super Wochenende- viel erlebt und dafuer nicht mal viel bezahlt. Man muss nur die richtigen Leute und die Tricks kennen ;)
In Liberia gab es dann einen Abend in Mandys Gastfamilie ein Abschiedsessen, wie sollte es anders sein: Arroz con pollo (Reis und Haehnchen). Es war ein schoener Abend, viel gegessen, viel gelacht, viel getanzt (auch zu deutscher Musik!).
Den darauffolgenden Abend gab es dann meine kleine "Abschiedsfeier". Wir waren alle Sushi essen und hatten einen genialen Abend. Da schon VOR dem Essen ein wenig traurige STimmung aufkam, fuehrte Eugenia das Motto ein "mejor de estar borracho de estar triste" (lieber betrunken als traurig..)...
Naechstes Morgen brachte mich Eugenia dann zum Bus, einige Traenen rollten,aber ich musste mich ja aufmachen in die Hauptstadt um mein Visum endlich zu bekommen.
Nun bin ich also hier in San Jose bei Mo,der hier sein Praktikum macht und mich liebenswuerdigerweise aufnimmt uebers Wochenende. Mein Visum habe ich jetzt in der Tasche und so konnte ich die letzten Tage ganz unbeschwert geniessen.
Mo und ich waren hier beim Festival de la luz. Nun ja,ich weiss nicht so recht wie ich es beschreiben soll. Viele Menschen draengeln sich auf den Strassen um etwas von der Parade zu sehen. Viele stehen auf Plastikstuehlen(Mo und ich natuerlich auch..man will ja dazu gehoeren) um dann doch wenigstens eine Idee davon zu bekommen, was dort gerade an einem vorbeizieht. Ich hatte mir von dem Festival ehrlich gesagt etwas mehr erwartet. Lichterfestival- das bedeutet in Duetschland special Effects, Leuchtkegel, Lasershow.. Hier stolzieren Musiker die Strasse entlang mit einem LED Licht in den Haaren und die Menschen rasten aus. Es gab einige Festwagen, die zwar beleuchtet waren, aber sonst irgendwie eher keinen Sinn zu machen scheinen. Ach,aber die Leute fanden es toll und es ist doch auch schoen sich ueber eher einfache Sachen zu freuen :)
Gestern waren Mo und ich dann in der Stadt um irgendwie in Weihnachtstsimung zu kommen.. Ohne Adventkalender, Nikolaus, Plaetzchen, Weihnachtsbaum, Kaelte und Schnee faellt es mir dieses Jahr doch eher schwer.. aber wir haben es wenigstens versucht (siehe Fotos).
Morgen frueh um 8.30Uhr geht mein Flieger Richtung Ecuador und damit ist meine Zeit hier nun endgueltig vorbei.
Auch wenn sicherlich einige Dinge in den letzten Monaten passiert sind, die eher nicht so schoen waren, so hatte ich hier doch eine unvergessliche Zeit, die ich nicht missen moechte. Ich bin froh, dass mir die Moeglichkeit gegeben wurde, das hier machen zu koennen und freue mich schon auf die folgenden Monate.
schön wieder was von dir zu lesen
AntwortenLöschenlg aus der verscheiten heimat g.